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RSV bei Diabetes und das erhöhte Risiko für schwere Verläufe

RSV bei Diabetes und das erhöhte Risiko für schwere Verläufe

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kommt weltweit vor und gilt als einer der Hauptauslöser für akute Atemwegsinfektionen. In unseren Breiten treibt das Virus vorwiegend in den Herbst- und Wintermonaten sein Unwesen und zählt damit zu den saisonalen Erkrankungen. Die RSV-Saison erstreckt sich in der Regel von November bis April, wobei sich der Höhepunkt der Infektionswelle im Januar und Februar zeigt. Während die Erkrankung bei älteren Kindern und gesunden Erwachsenen meist harmlos verläuft, birgt das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) für Risikogruppen eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr.   

RSV-Infektion: nicht immer harmlos

Bei einer RSV-Infektion zeigen sich typische Beschwerden einer Atemwegsinfektion. Diese reichen von Schnupfen und Halsschmerzen über Husten und Bronchitis bis hin zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Fieber. Die Übertragung erfolgt durch Schmier- und Tröpfcheninfektionen. Während die Infektion für ältere Kinder und gesunde Erwachsene üblicherweise kein Problem darstellt und folgenlos verheilt, können sich bei Babys, älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen schwere Komplikationen ergeben.

Zu den gefährdeten Gruppen zählen nach aktuellem Stand Säuglinge und Kinder im ersten Lebensjahr, Personen über 75 Jahre sowie Personen ab 60 Jahren, sofern diese in Pflegeeinrichtungen wohnen oder eine Grunderkrankung besteht, bei der das Risiko für einen schweren Erkrankungsverlauf gegeben ist. Neben chronischen Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen, hämato-onkologischen Erkrankungen oder Immunschwäche ist auch bei Diabetes mellitus das Risiko deutlich erhöht.

Erhöhtes Risiko für schwere Verläufe bei Diabetes

Personen, die an Diabetes leiden, gelten als Risikogruppe für schwere RSV-Infektionen. Durch das ohnehin schon geschwächte Immunsystem steigt die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung. Eine bestehende Infektion lässt zudem die Konzentration von Stresshormonen im Körper ansteigen und sorgt für erhöhte Entzündungswerte. Das schwächt die Immunabwehr zusätzlich und kann zu Komplikationen führen. Solche sind neben Atemnot vor allem akute Bronchitis oder eine Lungenentzündung. In manchen Fällen ist eine Sauerstoffzufuhr oder sogar eine intensivmedizinische Behandlung notwendig. Darüber hinaus besteht die Gefahr von Blutzuckerentgleisungen.

Als Warnzeichen gelten:

  • Fieber und deutliches Schwächegefühl
  • Kurzatmigkeit und Atemnot
  • Schmerzen in der Brust (beim Atmen und Husten)
  • Bläuliche Verfärbung von Lippen und/oder Haut
  • Verwirrtheit
  • Abfall der Sauerstoffsättigung

RSV: Impfung schützt!

Seit 2023 ist in Deutschland die Impfung gegen RSV zugelassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI) empfiehlt sie aktuell unter anderem für alle Personen über 75 Jahre sowie für Personen über 60 Jahre, wenn bei ihnen eine schwere Grunderkrankung wie Diabetes vorliegt. Zwar gilt die Empfehlung nicht für leichte und unkomplizierte beziehungsweise medikamentös gut kontrollierte Erkrankungen, im Einzelfall kann die Impfung nach ärztlicher Absprache aber auch außerhalb der Empfehlung verabreicht werden.

Die Immunisierung sollte möglichst im September oder Anfang Oktober stattfinden, um für die Saison bestmöglich geschützt zu sein. Momentan wird nur einmalig geimpft. Ob künftig Auffrischungen notwendig sind, ist bisher noch nicht entschieden. Da eine Infektion mit RSV keinen Langzeitschutz bietet, kann die Impfung auch nach einer bereits überstandenen Erkrankung erfolgen.

In drei Schritten zu besserem Schlaf

Ein dauerhaft schlechter Schlaf erhöht nicht nur das Risiko für Typ-2-Diabetes, er kann bestehenden Diabetes zudem verschlechtern. So sorgt er unter anderem für ein Ansteigen von Stresshormonen und wirkt sich negativ auf die Insulinempfindlichkeit der Zellen aus, was zu hohen Blutzuckerwerten führt. Die Schlafqualität zu verbessern, wirkt dem entgegen!

Schritt für Schritt zu besserem Schlaf

1.    Räumen Sie Ihrem Schlaf Priorität ein

Leider pflegen wir oft einen stiefmütterlichen Umgang mit unserem Schlaf. Achten Sie auf eine ausreichende Schlafdauer und entspannende Rituale vor dem Schlafengehen, etwa eine Tasse Tee oder ein warmes Bad. Das wirkt ebenso schlaffördernd wie regelmäßige Schlafenszeiten.

2.    Sorgen Sie für eine gute Atmosphäre

Achten Sie auf eine dunkle, ruhige und kühle Schlafumgebung. Die Elektrogeräte verbannen Sie am besten aus dem Schlafzimmer. Darüber hinaus empfiehlt es sich, zumindest eine Stunde vor dem Schlafengehen auf Bildschirme zu verzichten. Das blaue Licht hemmt nämlich die Produktion des Schlafhormons Melatonin.

3.    Identifizieren Sie Ihre persönlichen Schlafräuber

Schwere Mahlzeiten, Alkoholgenuss, koffeinhaltige Getränke, Bewegungsmangel oder ein Nickerchen tagsüber – es gibt viele Dinge, die uns am Schlaf hindern. Versuchen Sie also, Ihre persönlichen Schlafräuber zu identifizieren. 

Über den Autor

Maik Dollar

Technik begeistert mich, Gesundheit liegt mir am Herzen: Ich gebe die Zeitschrift „GESUND&VITAL RÄTSEL“ für Apotheken und Praxen heraus und betreibe den Gesundheitsratgeber GESUND&VITAL ONLINE. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, wovon ich schreibe: Ich lebe selbst mit Typ-2-Diabetes und koronarer Herzkrankheit (KHK) mit Dreigefäßerkrankung.