Ringelblume – natürliche Pflege für die Haut
Ringelblume, Bildquelle: AdobeStock
Mit ihren leuchtend gelben bis orangefarbenen Blüten ist die Ringelblume eine bekannte Garten- und Heilpflanze. Besonders geschätzt wird sie für ihre Anwendung bei gereizter, beanspruchter oder leicht entzündeter Haut. Die Blüten enthalten verschiedene Pflanzenstoffe, die traditionell zur Pflege und Unterstützung der Haut eingesetzt werden.
Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zur Familie der Korbblütler und wird etwa 30 bis 50 cm hoch. Sie blüht meist vom Frühsommer bis in den Herbst, ist anspruchslos und bevorzugt im Garten recht sonnige Standorte.
Für die Verwendung als Heilpflanze werden vor allem die Blüten genutzt. Sie enthalten unter anderem Flavonoide, Carotinoide und ätherische Öle. Diese verschiedenen Inhaltsstoffe tragen zu den Eigenschaften bei, für die die Ringelblume in der Pflanzenheilkunde hochgeschätzt wird.
Wohltuend für die Haut
Ringelblumenzubereitungen werden traditionell bei kleineren Hautverletzungen und leichten Entzündungen eingesetzt. Auch gerötete, gereizte oder rissige Haut kann damit gepflegt werden. Daher kommt die Ringelblume oft in Salben und Cremes zum Einsatz.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur, kurz EMA, ist für die wissenschaftliche Bewertung und Überwachung von Arzneimitteln in der Europäischen Union zuständig. Auch pflanzliche Arzneimittel werden von der Behörde hinsichtlich ihrer Anwendung und Sicherheit bewertet. Für Ringelblumenblüten erkennt die EMA die traditionelle äußerliche Anwendung bei kleineren Hautentzündungen und oberflächlichen Wunden an. Dabei bedeutet „traditionelle Anwendung“, dass die Verwendung aufgrund langjähriger Erfahrung als plausibel gilt, auch wenn keine umfangreichen klinischen Studien einen eindeutigen Wirksamkeitsnachweis liefern.
Die Ringelblume wird beispielsweise verwendet als:
- Salbe oder Creme,
- Öl,
- Tinktur,
- Umschlag,
- Aufguss.
Bei kleinen oberflächlichen Hautverletzungen können Ringelblumenzubereitungen die Haut beruhigen und pflegen. Bei tiefen Wunden, stärkeren Verletzungen oder ausgeprägten Verbrennungen reicht eine solche Behandlung jedoch nicht aus.
Auch für Mund und Rachen
Die Anwendung der Ringelblume beschränkt sich nicht nur auf die Haut, sondern wird auch bei leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum erfolgreich eingesetzt. Zum Beispiel wird ein Aufguss gerne zum Spülen oder Gurgeln verwendet.
Wertvolle Inhaltsstoffe
Die Blüten dieser „Wunderpflanze“ enthalten verschiedene Pflanzenstoffe wie z. B. Carotinoide. Diese sind unter anderem für die gelb-orange Färbung verantwortlich. Flavonoide, ätherische Öle und weitere Bestandteile ergänzen das natürliche Wirkstoffspektrum.
In der Pflanzenheilkunde wird die Ringelblume deshalb vor allem äußerlich verwendet. Sie findet sich in zahlreichen Produkten zur Hautpflege und wird recht oft mit anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen kombiniert.
Was ist bei der Anwendung zu beachten?
Ringelblumenpräparate gelten bei bestimmungsgemäßer Anwendung als gut verträglich. Sie können jedoch bei empfindlichen Menschen allergische Hautreaktionen auslösen. Wer auf andere Korbblütler wie Arnika oder Kamille allergisch reagiert, muss bei einer Anwendung mit der Ringelblume vorsichtig sein.



