Mariendistel – bewährte Pflanze für die Leber
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Die Mariendistel ist eine auffällige Pflanze, die bereits seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde bekannt ist. Besonders ihre Früchte werden wegen ihrer gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe geschätzt. Die Heilpflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, ist heute auch in vielen anderen Regionen zu finden. Ihren Namen verdankt die Mariendistel den charakteristischen weißen Zeichnungen auf ihren Blättern.
Die Mariendistel, deren botanischer Name Silybum marianum lautet, gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Sie kann eine Höhe von bis zu 1,50 m erreichen. Sie fällt vor allem durch ihre großen, stacheligen Blätter und die violetten Blüten auf. Außerdem liebt die Pflanze warme, sonnige Standorte. Sie wächst bevorzugt auf trockenen Böden.
Schon in der alten Heilkunde wurde die Mariendistel bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt. Besonders die Wirkung auf die Leber und die Verdauung machte die Pflanze im Laufe der Zeit zu einer beliebten Heilpflanze. Heute werden vor allem die Früchte der Mariendistel für medizinische Präparate verwendet.
Ein besonders effektiver Inhaltsstoff ist das sogenannte Silymarin. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoffkomplex aus verschiedenen Pflanzenstoffen. Silymarin wird vor allem wegen seiner antioxidativen Eigenschaften geschätzt. Dies ist der Grund dafür, dass die Mariendistel insbesondere in Verbindung mit der Leber eine große Bedeutung erlangt hat.
Für eine gesunde Leber
Mariendistelfrüchte werden traditionell zur Unterstützung der Leberfunktion und der Verdauung eingesetzt. Sie können außerdem bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und einem unangenehmen Druck im Oberbauch verwendet werden.
Die Mariendistel wird häufig in Form von:
- Kapseln und Tabletten,
- Trockenextrakten,
- Tropfen,
- Teezubereitungen
angeboten.
Besonders die standardisierten Extrakte enthalten Silymarin in einer genau festgelegten Menge. Dagegen enthält ein Tee aus den Früchten deutlich weniger der wertvollen Inhaltsstoffe.
Eine Pflanze mit langer Tradition
Die Mariendistel wurde bereits im Mittelalter bei Beschwerden des Verdauungssystems eingesetzt und oftmals in Klostergärten angebaut. Bis heute findet man sie in zahlreichen pflanzlichen Präparaten wieder. Ihre Bedeutung beruht vor allem auf den Inhaltsstoffen der Früchte, die in der modernen Pflanzenheilkunde intensiv untersucht wurden.
Doch Vorsicht: Bei bestehenden Lebererkrankungen sollte die Mariendistel nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung angesehen werden. Auch bei länger anhaltenden Verdauungsbeschwerden ist es sinnvoll, zunächst die Ursache ärztlich abklären zu lassen.



