Sanfte Hilfe bei Gelenkschmerzen – der Kurort Bad Neualbenreuth
Gelenkschmerzen begleiten viele Menschen durch den Alltag und können für Bewegungseinschränkungen und starke Schmerzen sorgen. Der Leidensdruck ist mitunter groß. Zum Glück gibt es Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen, in denen Betroffenen geholfen wird. Im Heilquellenkurbetrieb Sibyllenbad in Bad Neualbenreuth versprechen spezielle Therapien mit Radon Linderung bei Gelenkproblemen. Wir haben uns den Kurort näher angesehen.
Gelenkschmerzen – unterschätzte Volkskrankheit
Sie sind weit verbreitet, setzen Betroffenen oftmals stark zu und werden gerne unterschätzt: Gelenkschmerzen! Wenngleich vermehrt ältere Personen darunter leiden, können Beschwerden in jedem Lebensalter auftreten. Die Bandbreite der Ausprägung reicht von gelegentlichen und leichten Beschwerden bis hin zu starken chronischen Schmerzen und deutlichen Bewegungseinschränkungen. Im Prinzip kann jedes Gelenk betroffen sein. An Gelenken, die im Alltag verstärkt belastet werden, also Knie, Hüften, Hände, Schultern oder Wirbelsäule, stellen sich allerdings häufiger Beschwerden ein. Je nach zugrundeliegender Ursache können die Schmerzen von Schwellungen, Überwärmung, verminderter Beweglichkeit oder einem Gefühl von Steifheit begleitet sein.
Was sind die häufigsten Gründe für Gelenkschmerzen?
Gelenkschmerzen lassen sich auf unterschiedliche Ursachen zurückführen. Diese reichen von Verschleiß über Entzündungen bis hin zu Überlastung oder Fehlbelastung.
- Arthrose (Gelenkverschleiß/Gelenkabnutzung): Der häufigste Grund für Gelenkschmerzen ist die Arthrose. Dabei handelt es sich um eine fortschreitende Gelenkerkrankung, bei der sich der Knorpel im Gelenk mit der Zeit immer mehr abnutzt und seine dämpfende Schutzfunktion einbüßt. Als Folge reiben die Knochen aufeinander. Dies sorgt für Schmerzen sowie eine eingeschränkte Belastbarkeit und Beweglichkeit. Gelenksteifigkeit und Schwellungen sind ebenfalls typisch. Besonders häufig sind die Gelenke an Knien, Hüften und Händen betroffen.
- Rheumatoide Arthritis: Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Abwehrsystem gegen die Gelenke richtet und dort für chronische Entzündungen sorgt. Sie betrifft auch junge Menschen. Neben Schmerzen, Schwellungen und Überwärmung der Gelenke ist auch eine Steifigkeit typisch, die vor allem morgens länger andauern kann. Besonders häufig zeigt sich die rheumatoide Arthritis beidseitig an den kleinen Gelenken von Händen und Füßen. Im Laufe der Erkrankung sind oftmals auch größere Gelenke wie Knie, Hüften oder Schultern betroffen.
- Gicht: Bei der Stoffwechselerkrankung können sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ablagern und diese entzünden. Typisch sind plötzlich auftretende starke Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Überwärmung. Besonders häufig ist das Grundgelenk des großen Zehs betroffen. Doch auch an Sprung-, Knie-, Hand- und Fingergelenken können Beschwerden auftreten.
- Überlastung beziehungsweise Fehlbelastung: Eine dauerhaft falsche Belastung, wie sie zum Beispiel bei einseitigen Bewegungen, schwerer körperlicher Arbeit oder zu langem Sitzen auftreten kann, sorgt ebenfalls häufig für Gelenkschmerzen.
Verletzungen: Nach Unfällen oder Sportverletzungen mit Beteiligung von Knochen, Knorpeln oder Bändern können Probleme an den Gelenken manchmal bestehen bleiben.
Von Bewegung bis Therapie – das hilft bei Gelenkschmerzen
Während bei akuten Beschwerden zunächst vorwiegend Schonung des betroffenen Gelenks angezeigt ist, bringt regelmäßige Bewegung eine langfristige Besserung. Sie kurbelt nicht nur die Durchblutung an und sorgt dafür, dass die Knorpel mit Nährstoffen versorgt werden, sondern sie stärkt darüber hinaus die Muskulatur. Dies entlastet die Gelenke. Außerdem bleibt das Gewebe dadurch elastisch. Nicht zuletzt wirkt regelmäßige Bewegung Entzündungsprozessen entgegen. Optimal sind gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren oder auch Spaziergänge.
Bei akuten Schmerzen können nach ärztlicher Rücksprache schmerzlindernde und/oder entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden. Zudem gibt es eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten, die langfristige Effekte haben. Neben Wärme- und Kälteanwendungen sind das vor allem Krankengymnastik, manuelle Therapien oder Massagen. Eine Schmerzreduktion – gerade auch bei chronischen Beschwerden – verspricht die Radontherapie im Sibyllenbad in Bad Neualbenreuth.
Neue Kraft schöpfen in Bad Neualbenreuth
Malerisch im Oberpfälzer Wald gelegen, bietet Bad Neualbenreuth als Kurort nicht nur Naturerlebnisse und eine willkommene Auszeit vom Alltag, sondern ebenso hochwertige Gesundheitsangebote. Das Herzstück bildet das Sibyllenbad, ein Heilquellenkurbetrieb, in dem die Gäste von Bädern mit radonhaltigem Heilwasser profitieren.
Wohltuende Radontherapie im Sibyllenbad
Die Radon-Kohlensäure-Kombinationsbäder sind einzigartig im Sibyllenbad. Hierbei kommt radon- und kohlensäuremineralhaltiges Heilwasser (aus der Katharinen- sowie Sibyllenquelle) zur Anwendung. Bei Radon handelt es sich um ein schwach radioaktives Edelgas, das über die Haut und die Atemwege aufgenommen wird. Ein kleiner Teil des Radons zerfällt auf der Haut und im Körper. Die dabei freigesetzte Alpha-Strahlung ist verantwortlich für Prozesse, die Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen und das Immunsystem sowie den körpereigenen Reparaturmechanismus positiv beeinflussen. . So stellen sich im Zuge der Radon-Kohlensäure-Kombinationsbäder schmerzlindernde und entzündungshemmende Effekte ein, von denen Personen, die unter Arthrose, rheumatoider Arthritis oder Gicht leiden, profitieren. Auch bei Osteoporose, Fibromyalgie, Morbus Bechterew, Erkrankungen der Atemwege, Nervenschädigungenoder nach orthopädischen Operationen an den Gelenken können die Wannenbäder helfen.
Die Radon-Kohlensäure-Kombinationstherapie erfolgt nach ärztlicher Verordnung. Zunächst badet der Gast in Kohlensäure-Mineralheilwasser. Das wirkt sich ausgleichend auf das Herz-Kreislauf-System aus und macht die Therapie insgesamt schonender. Zudem wird die Durchblutung der Haut angekurbelt, wodurch das Radon nachfolgend besser durch die Haut aufgenommen werden kann. Das Radon-Heilwasser wird durch einen Einlass im Rückenbereich beigefügt.,. Das Austreten von Radon kann nicht ganz verhindert werden. Durch die Wannenabdeckung kann dieses Gas noch durch die Atmung vom Patienten aufgenommen werden. Die Therapie besteht je nach Indikation aus sechs bis zwölf Einzelbädern bei circa 36 °C. Die Dauer pro Bad beträgt 20 Minuten. Danach wird im angrenzenden Ruhebereich weitere 20 Minuten nachgeruht.
Auszeit für Körper und Seele
Neben der Radontherapie werden im Sibyllenbad unter anderem auch Physiotherapie und Krankengymnastik, physikalische Therapien, Bewegungstherapien, eine Vielzahl verschiedener Massagen, Naturfango-Packungen, Fitness und Aquafitness angeboten. Wer die Seele baumeln lassen und zur Ruhe kommen möchte, der findet in der Heilwasser-Badelandschaft mit Außenbadebereich sowie der Wellnesslandschaft ausreichend Möglichkeiten dazu. So sorgen acht verschiedene Saunen und ein liebevoll gestalteter Saunagarten für Entspannung. Ein Fitnessraum steht ebenfalls zur Verfügung. Nicht zuletzt bietet der acht Hektar große Kurpark mit Themengärten, Schachspiel, Minigolf und einem Motorik-Fun Park Abwechslung.
Aktiv- und Erholungsurlaub im Oberpfälzer Wald
Mit seinen Fachwerkhäusern und dem historischen Marktplatz bietet Bad Neualbenreuth eine schöne Kulisse zum Bummeln und Verweilen. Zudem sorgt das Heimatmuseum für interessante Einblicke in die regionale Geschichte. Rund um das Sibyllenbad lockt der Oberpfälzer Wald mit seiner abwechslungsreichen Natur, den kleinen Dörfern und zahlreichen Kapellen. Vulkanes Gestein und Spuren vergangenen Bergbaus zeichnen die Region ebenfalls aus. Passionierte Wanderer können aus den zahlreichen Wanderwegen in der Umgebung wählen. Darüber hinaus laden Routen auf unterschiedlichem Niveau zu (ent-)spannenden Touren auf dem Rad ein. Wer ein wenig mehr Zeit hat, für den empfiehlt sich ein Ausflug in den Geschichtspark Bärnau-Tachov, der etwa eine halbe Autostunde entfernt liegt. Das beeindruckende Freilichtmuseum zeigt das Alltagsleben im Mittelalter. Nicht zuletzt bietet sich die Nähe zur tschechischen Grenze an, um das Nachbarland zu erkunden.






