Heilpflanze – Anis

Anis, Pimpinella anisum ist eine Pflanze, die zur Familie der Doldenblütler gehört und ihren Namen Namen den Griechen zu verdanken hat. Das Griechische Wort für Dill gab Anis den Namen, denn es wurde gern mit Dill verwechselt. Anis und Griechenland, das passt auch irgendwie sehr gut zusammen, denn nahezu jeder kennt den sehr aromatischen Schnaps Ouzo, ohne den kein Essen beim Griechen von Statten gehen kann.
Ouzo ist allerdings nichts geringeres, als ein Brand, der aus Anis gewonnen wurde. Der Anis Schnaps gehört unweigerlich zur Griechischen Küche. Nicht etwa, um sich die Sinne zu benebeln, sondern natürlich, um die heilenden Eigenschaften des Anis nutzen zu können.
Zunächst kam Anis fast ausschließlich im südlichen Mittelmeerraum vor. Heute wächst und gedeiht die Pflanze in allen Gebieten mit gemäßigtem Klima. Hauptanbaugebiet ist nebenbei erwähnt Südrussland! Wer hätte das gedacht.
Sein wohl wichtigstes Einsatzgebiet ist für den Anis der Verdauungstrakt. Dank seiner reichhaltigen und ätherischen Öle können Beschwerden,
- bei Bauchschmerzen
- wie Magendruck,
- Blähungen
- und auch das ungeliebte Völlegefühl gelindert werden.
Oftmals wird Kümmel und Fenchel beigemischt, was einen regelrechten Medizin Cocktail für den Bauch ergibt.
Wirkung:
- krampflösend
- verdauungsfördernd
- schleimlösend
So kommt es nicht selten vor, dass Anis in zahlreichen Hustensäften und auch Bonbons zu finden ist. Anis ist somit eine wichtige Heilpflanze für Erkältungsbedingte Beschwerden. Selbst bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kann Anis Linderung verschaffen.
Zwar bringt es vielen Freude, Heilpflanzen selber zu sammeln, doch Experten raten vor allem beim Anis davon ab, denn die Früchte werden nicht selten mit den giftigen Schierlingsfrüchten verwechselt. Anisöl darf zudem nicht bei Säuglingen und Kleinkindern in die Nähe von Mund und Nase gelangen, da die ätherischen Öle darin zu Atemnot führen können. Zudem darf das Anisöl nicht unverdünnt verwendet werden. Eine hohe Dosierung führt in den meisten Fällen zu Übelkeit und Erbrechen. Wer allergisch auf Anis reagiert, muss leider darauf verzichten.