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Geschrieben: 31. Januar, 2012 in Naturheilkunde | Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Aromatherapie – Wie Düfte unser Leben bereichern können

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Mit dem richtigen Duft das Wohlbefinden steigern und Beschwerden lindern

Kennen Sie das auch? Düfte, die Sie an Ihre Kindheit erinnern. Der Duft von frischem Sommerheu erinnert Sie an die Ferien auf dem Lande, Zimtduft versetzt Sie in Weihnachtsstimmung oder aber auch negative Gerüche, wie der Geruch von Gummi, der Sie an die alte Wärmflasche und die damit verbundenen Bauchschmerzen erinnert.


Düfte können sehr stark auf unser Befinden einwirken. Dafür sind sowohl das Riechzentrum und als auch das limbische System zuständig. Beide Bereiche befinden sich im Gehirn. Von dort aus wirken sie auf Gefühle und Stimmungen ein und beeinflussen dadurch unser Wohlbefinden. Schon früh erkannte man die unterschiedlichen Wirkungen von Duftstoffen auf den menschlichen Organismus.

Seit über 5000 Jahren werden in Indien Düfte in Form einer Aromatherapie angewendet. In der Heilkunde, auf der auch Ayurveda beruht, verwendet man duftende Heilessenzen und Öle. Vor circa 3000 Jahren finden sich Anzeichen für aromatherapeutische Anwendungen im alten Ägypten. In der antiken Welt setzte man stark duftende Materialien in Brand. In dieser Zeit begründete sich das heutige Wort „Parfum“ aus den lateinischen Wörtern per fumum, was soviel wie „durch den Rauch“ bedeutet. Erste wissenschaftliche Forschungen zu den positiven Einflüssen von Düften auf das Wohlbefinden begründete der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé. Er prägte die heute bekannte Aromatherapie. Die Aromatherapie wird mit ätherischen Ölen durchgeführt. Die Qualität dieser Öle schwankt sehr, daher sollte darauf geachtet werden, nur rein natürliche ätherische Öle zu verwendet. Diese natürlichen Öle werden vor allem durch das Destillieren in Wasser aus Duftpflanzen gewonnen. Billige Öle enthalten nur künstliche Duftstoffe, welche auch oftmals „künstlich“ riechen und auch verstärkt Allergien auslösen können. Die Öle werden meist äußerlich angewendet. Sie werden in Duftlampen verdampft oder verleihen Badezusätzen und Massageölen ihren Duft. Selten wird es direkt auf der Haut, in Kompressen oder innerlich angewendet. Welche Öle jeweils helfen, müssen Sie selbst ausprobieren, da jeder Mensch anders auf einen Duft reagiert. Der Umgang mit Duftölen sollte allerdings mit Vorsicht begonnen werden. Denn diese sehr konzentrierten Essenzen einzelner Duftpflanzen können auch Allergien auslösen. Grundsätzlich sind jedoch einzelnen Wirkungen der Duftöle auf das Wohlbefinden zugeordnet.

Aktivierende Wirkung: Citronella, Rosmarin, Fichtennadel und Thymian.
Beruhigende Wirkung:
Melisse, Kamille, Basilikum und Lavendel.
Aphrodisierende Wirkung: Jasmin, Rose und Sandelholz.
Immunstärkend wirken: Teebaum, Bergamotte, Eukalyptus und Lavendel.
Desinfizierend wirken: Salbei, Eukalyptus und Nelke.
Hustenlindernd wirken: Muskat, Zitrone und Pfefferminze.
Insektenabwehrend wirken: Lavendel, Salbei und Eukalyptus.
Gegen Schmerzen helfen: Kamille und Pfefferminze.
Konzentrationssteigernde Wirkung zeigen: Lemongrass, Pfefferminze und Rosmarin.
Stimmungsaufheiternd wirken: Lemongrass, Rose und Bergamotte.
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