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Geschrieben: 12. September, 2013 in Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Wenn Nickel oder Modeschmuck zur Qual wird

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Schmuck ist für Frauen und Männer heute ein wichtiger Ausdruck, dass es einem gut geht, man erfolgreich ist und auf einen guten Auftritt Wert legt. Aber auch als Zeichen der Verbundenheit von Partnern oder als sichtbarer Hinweis auf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe wird gerne Schmuck verwendet. Längst ist das schicke Accessoire allerdings nicht mehr nur wohlhabenden Menschen vorbehalten. Schmuck in allen Preisklassen, unterschiedlichen Verarbeitungsqualitäten und Materialien macht das Angebot oft schwer überschaubar.

Flickr, BY © apple_pathways

Unerwünschte Nebenwirkungen

 Immer mehr Menschen leiden an Allergien. Dieses Phänomen beobachtet die World Health Organisation (WHO) in den letzten 10 Jahren mit Besorgnis. Vor allem die allergischen Reaktionen im Bereich der Atemwege haben in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Aber auch Unverträglichkeiten im Hautbereich werden immer häufiger. Über die Ursachen sind sich die Wissenschaftler noch uneinig. Feststehen dürfte aber, dass ungünstige Umweltbedingungen und Zusätze in unseren Verbrauchsgütern eine entscheidende Rolle spielen dürften.

Nicht nur bei den klassischen Allergien, auch bei den Schmuckallergien musste in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg festgestellt werden. Heimtückisch sind diese besonders deshalb, weil eine Erkrankung auch erst nach Jahren des Tragens auftreten kann und die Betroffenen aus diesem Grund als Auslöser sehr oft nicht den entsprechenden Schmuck identifizieren. Eine mühsame und langwierige Ursachenforschung ist oft die Folge.

Wenn Schmuck zum Albtraum wird

Wer unter einer Schmuckallergie leidet, für den wird das Tragen vieler Accessoires und Schmuckelemente zum oft nur schwer kalkulierbaren Gesundheitsrisiko. Festzustellen ist, dass vor allem Modeschmuck und Billigschmuck durch sogenannte unedlere Metalllegierungen immer wieder als Auslöser für Allergien identifiziert werden kann. Zu den am häufigsten auftretenden Schmuckabwehrreaktionen des Körpers zählt die Nickelallergie.

Hautrötungen und Juckreiz bis hin zu leichten Blasenbildungen können die Folge einer allergischen Reaktion sein. Zwar ist Nickel als Metall für den Körper als Spurenelement lebensnotwendig, es kann aber auf der Haut zu unangenehmen Reaktionen führen, zumal das Element in großem Maße industriell verarbeitet wird und sich in Schmuck, Gürtelschnallen, Verschlüssen, Knöpfen, Münzen, Farben und zahlreichen Werkstoffen enthalten ist.

Warum kommt es zu einer allergischen Reaktion?

Schmuck wird legiert um ihn zum Beispiel härter oder unempfindlicher zu machen. Insbesondere Modeschmuck wird sehr oft mit billigen Materialien legiert und das nicht ohne Folgen. Nehmen wir nochmal die Nickelallergie her, da sie die am häufigsten auftretenden Hautreaktionen auslöst. Es handelt sich um eine Kontaktallergie, bei der der Schweiß der Haut die Nickelionen aus einem Metall löst, was dazu führt, dass selbige die oberste Hautschicht durchdringt. Eben auf diesen Prozess reagieren einige Menschen mit Aktivierung des Abwehrsystems und der „Bekämpfung“ des Eindringlings.

In besonders schweren Fällen kann dies sogar zur Ekzem Bildung führen. Entgegen der oft kolportierten Meinung ist eine Nickelallergie nicht heilbar. Der Körper hat zwar in einer Nickelsensibilisierungsphase gelernt Nickel als „Eindringling“ einzustufen und abzuwehren, im Gegensatz zu anderen Allergien, wie etwa auf Gräser und Pollen, ist es den Wissenschaftlern bis dato nicht gelungen, einen Weg zu finden, den Körper zu desensibilisieren, sprich ihm die Abwehr wieder zu verlernen.

Mittlerweile geht man davon aus, dass jeder hundertste Mann und sogar jede zehnte Frau von dieser besonders unangenehmen Form der Kontaktallergie betroffen ist. Tritt die Reaktion einmal auf, so hilft in erster Linie nur mehr eine Behandlung mit Kortison-haltigen Salben oder Cremes. Der Gesetzgeber hat entsprechend reagiert und bereits vor knapp 20 Jahren eine Verordnung erlassen, die nur eine bestimmte Menge an Nickel in Schmuck erlaubt.

Risikos vermeiden

Da trendiger Schmuck und angesagte Accessoires dazu beitragen, dass Menschen mehr Selbstwertgefühl entwickeln und so größeren persönlichen Erfolg haben, ist es besonders wichtig, auf qualitativ hochwertige Produkte zu setzen. Denn nicht nur für Allergiker gilt: Die Freude bei Billigschmuck ist nicht von Dauer. Wer selbstbewusst und überzeugt auftritt, der hat nachweislich mehr Erfolg im Beruf wie im Privatleben – und dazu können hochwertiger Schmuck und qualitativ hochwertige Accessoires einen wertvollen Beitrag leisten.

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