Geschrieben: 01. November, 2023 in Heilpflanzen
 
 

Heilpflanze – das Gänseblümchen


Das Gänseblümchen hat viele Namen:

  •     Augenblümchen,
  •     Gänseliesel,
  •     Sonnentürchen,
  •     Tausendschön,
  •     Maßliebchen

sind nur einige davon.

Es ist eine der bekanntesten Pflanzen bei Jung und Alt. Wer kennt nicht das Blumenorakel, bei dem man die Blüten einzeln abzupft: „Er liebt mich, er liebt mich nicht!” Den germanischen Stämmen verkündete das Gänseblümchen durch Öffnen seines Blütenkelches die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur. Der Name Gänseblümchen entspringt der Glaubensvorstellung der Kelten, denn die Gans gehörte ebenso zur Sonne wie das Gänseblümchen. Die Göttin ist die kosmische Gänsemagd, die wie die Dorfmädchen die Gänse am Morgen (Frühling) auf die Wiese und abends (Herbst) wieder in den dunklen Stall führt.

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) ist eine Blütenpflanze aus der Familie der Korbblütengewächse. Der botanische Name leitet sich von bellus = schön und perennis = ausdauernd ab. Aus einer dichten Blattrosette mit kleinbleibenden Blättern entspringt ein Stängel mit einer einzelnen Blüte. Sie besteht aus den weißen, an den Spitzen oftmals rosa auslaufenden Blütenblättern und der goldgelben Mitte, dem Staubbeutel. Die Blütezeit des Gänseblümchens ist fast das ganze Jahr über bis in den November. Die Hauptblütezeit ist jedoch April und Mai und während dieser Zeit sind ganze Wiesen voll mit diesen

Blümchen. Dies ist auch die beste Zeit zum Sammeln. Bevorzugte Standorte sind Weiden, Parks und Gärten.

Gänseblümchen sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch noch gesund.

In der Naturheilkunde wird es zur Wundheilung bei:

  •     Schürfwunden,
  •     Prellungen,
  •     Verstauchungen und
  •     allgemein bei Hautleiden eingesetzt.
  •     Es regt den Stoffwechsel an und ist gut bei
  •     Rheuma,
  •     Gicht und
  •     Leberleiden.

 

Blätter und Körbchen enthalten Tannine, Saponine und ätherische Öle sowie andere Inhaltsstoffe,

  •     die schleimlösend,
  •     adstringierend,
  •     blutreinigend,
  •     leicht abführend sowie
  •     leicht schmerz- und krampfstillend wirken.
  •     Es wirkt auch entwässernd und ist deshalb als Frühjahrskur geeignet.

 

Dazu eignet sich ein Gänseblümchen-Tee hervorragend:

Die Blüten im Mai oder April sammeln, da sie dann die meiste Kraft haben, und trocknen.

1 Teelöffel Blüten mit

einer Tasse heißem Wasser übergießen,

10 Minuten ziehen lassen.

 

Gänseblümchen eignen sich auch als Garnierung oder Zutat für leckere Frühlingssalate. Mit ihrem leicht scharf schmeckenden Aroma geben sie dem Salat eine würzige Note.