Geschrieben: 30. August, 2023 in Heilpflanzen
 
 

Heilpflanze – der Wacholder – die Wacholderbeeren


 

Altes Naturheilwissen neu entdeckt:

der Wacholder

Viele kennen den Wacholder nur als Speisegewürz für den saftigen Rehbraten oder für das frische Sauerkraut. Doch neben ihrer verdauungsfördernden Wirkung haben die dunkelblauen, würzigen Beeren noch weit mehr zu bieten.

Bereits in der Antike war die gesundheitsfördernde Wirkung der Wacholderbeeren bekannt. Sowohl die Zweige des immergrünen Strauches als auch die Beeren wurden verwendet. Die Germanen betrachteten den Wacholder als Lebensbaum und brachten den Göttern Opfergaben dar. Im Mittelalter kaute man die Beeren wegen ihrer antiseptischen Wirkung zum Schutz vor Ansteckung mit der Pest und räucherte die Häuser zum Desinfizieren. Der Rauch sollte böse Geister und Hexen vertreiben. Auch die Volksmedizin schätzt den Wacholder als „Medizinbaum” und Pfarrer Kneipp empfahl Wacholder zur Stärkung des Magens.

Wacholderbeeren werden dann eingesetzt, wenn Verdauung und Appetit gefördert werden sollen, bei Wassersucht oder aber auch gegen rheumatische Beschwerden und Arthrosen. Sie besitzen eine schweiß- und harntreibende Wirkung. Ein bewährtes Einreibemittel bei Ischias und Hexenschuss ist Wacholderbeerenöl mit Weingeist gemischt. Wacholder kann als Tee getrunken oder als Badezusatz zum Entspannen verwendet werden. Er ist aber auch für Umschläge bei schlecht heilenden Wunden oder offenen Geschwüren geeignet. Außerdem wird er bei Erkrankungen der Atemwegsorgane eingesetzt und zur Förderung der Durchblutung.

Vorsicht ist allerdings geboten bei einem überempfindlichen Magen, bei Schwangerschaft und Nierenentzündung.

Wacholdertinktur gegen Rheuma und Gelenkschmerzen

Wasser, Wodka sowie einige Wacholderbeeren mischen und zehn Tage im Dunklen ziehen lassen. Anschließend abseihen. Sechs ungeschälte Knoblauchzehen mit Olivenöl etwa für eine Stunde erwärmen und mit der Mixtur vermischen. Fertig ist die Tinktur zum Einreiben.