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Geschrieben: 26. August, 2014 in Haut-Haare-Nägel
 
 

Der blanke Horror, gerade für Männer: Kreisrunder Haarausfall!

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Es gibt ggf. bald Grund zum Aufatmen für Betroffene, denn aus den USA kommen gute Nachrichten von Forschern: Ungefähr 80 Prozent aller Männer sind bis zu ihrem 80. Lebensjahr von mehr oder weniger schlimmen Haarausfall betroffen.

 



Kreisrunder Haarausfall, Fotoquelle: 123RF

In dieser Beziehung sind selbst Männer eitel, denn wer fürchtet schon keine Glatze, wenn er vorher „normales“ Haar hatte? Schon seit vielen Jahren wird nach Möglichkeiten und Wegen gesucht, wie man dagegen vorgehen und/oder vorbeugen kann, am besten natürlich, wie die Haare wieder zum Nachwachsen angeregt werden können. Leider gibt es bisher auf diesem Gebiet keine bahnbrechenden Erfolge, immer noch werden meist Toupets oder Haartransplantationen verwendet.

Forschern aus USA gelang komplett Heilung!

Jetzt ist es aber Forschern aus den USA gelungen, drei an „Alopecia areata“ erkrankte Menschen komplett zu heilen! (Quelle: Fachmagazin „Nature Medicine“.) Unter dem Fachbegriff „Alopecia areata“ versteht man kreisrunden Haarausfall. In Deutschland sind davon etwa 1,4 Millionen Menschen betroffen. Forscher gehen davon aus, dass es sich bei „Alopecia areata“ um eine Autoimmunkrankheit handelt. Die Immunzellen, die eigentlich als körpereigene Abwehr von Viren oder Bakterien fungieren, greifen beim kreisrunden Haarausfall die Haarwurzeln an, so die einhellige Meinung in der Wissenschaft.

Die Forscher des Columbia University Medical Centers in New York konnten die Attacken der Immunzellen nun stoppen. Zunächst erprobten sie an Mäusen den Wirkstoff Ruxolitinib, der bislang in der Regel bei Knochenmarkerkrankungen zum Einsatz kommt.

Versuche an Mäusen brachten Erfolg!

Als die Versuche an den Mäusen den gewünschten Erfolg brachten, wandten die Wissenschaftler den Wirkstoff bei drei Menschen an, die an einer mittelschweren bis schweren Form des kreisrunden Haarausfalls erkrankt waren. Die Probanden hatten bereits über ein Drittel ihrer Haare verloren. Mit der Einnahme von Ruxolitinib wuchs das verlorene Haar schnell nach und innerhalb von fünf Monaten hatten die drei Personen wieder volles Haar. Dies kann nur als ein sensationeller Erfolg gefeiert werden. Man muss hierbei in Betracht ziehen, dass es nicht nur die äußerliche, optische Verbesserung ist, die den betroffenen Personen hilft. Auch der psychologische Aspekt spielt eine große Rolle. Fehlendes Haar ist für viele Männer – natürlich auch Frauen – teilweise ein schweres Los und nicht jeder möchte ein Toupet tragen oder scheut den Gang zum Arzt Zwecks einer Haartransplantation.

Der renommierte Dermatologe David Bickers sagte der BBC: „Das ist ein großer Schritt, um die Behandlung von Alopecia areata zu verbessern.“ Raphael Clynes, leitender Wissenschaftler der Studie, ist sich sicher, dass die Entdeckung „dramatisch positive Auswirkungen“ haben wird für alle betroffenen von kreisrundem Haarausfall.

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