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Geschrieben: 24. Februar, 2014 in Allergien
 
 

Frühblüher – Heuschnupfen – Allergie

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Heuschnupfen – was nun? Mit den Frühblühern beginnt für Millionen Menschen wieder die jährliche Leidenszeit. Doch wer die wichtigsten Verhaltensregeln kennt, kommt ziemlich ungeschoren davon. Schätzungsweise sind derzeit etwa bis zu 20 Millionen Menschen auf bestimmte Pollen allergisch. Und jedes Jahr werden es mehr. Ab März beginnt der Pollenflug der Birken, Hasel und Erlen. Manche Bäume beginnen sogar schon im Januar zu blühen. Was passiert bei Menschen, die eine Pollenallergie entwickeln?

Werden Pollen, sprich die männlichen Keimzellen, eingeatmet, reagiert das Immunsystem bei diesen Menschen überempfindlich. Die Pollen wirken als Allergene und lösen die Reaktion des Körpers aus. Es werden Entzündungsprozesse frei gesetzt, die beispielsweise die Nasenschleimhaut anschwellen lassen. Weiter Beschwerden sind laufende Nase, juckende Augen, heftige und häufige Niesattacken.

Wer bekommt Heuschnupfen?

Wahrscheinlich ist die Neigung zu einer solchen immunologischen Reaktion angeboren. Wer empfindlich ist, bei dem kann der erste Kontakt mit einem Allergen zur Entwicklung von natürlichen Abwehrstoffen, so genannten Antikörpern, führen. Ab diesem Zeitpunkt erkennt der Organismus die harmlose Substanz als gefährlich. Er ist „sensibilisiert“ und entwickelt im Laufe der Zeit immer mehr Antikörper. Irgendwann kommt es dann zur ersten allergischen Reaktion – der Körper reagiert bei Kontakt mit den Pollen, als müsse er gegen Krankheitserreger kämpfen.

Welche Pollen können eine Allergie auslösen?

Die Frühblüher (zwischen Februar und Mai) geben den Startschuss für die Saison: Erle, Ulme, Weide, Pappel, Hasel, Birke. Zwischen Mai und Juni sowie zwischen Mitte August bis Mitte September blühen Gräser und Getreide. Im Frühherbst sind es bestimmte Kräuter. Die meisten Menschen sind gegen Gräser- und Baumpollen allergisch. Manchmal lohnt es sich, herauszufinden, auf welche Gruppe von Pflanzen man allergisch reagiert.

Heuschnupfen ernst nehmen

Derartige Allergien wie der Heuschnupfen, sollten möglichst früh behandelt werden. Ungehandelt ist es vom Heuschnupfen nicht mehr weit bis zum Asthma. Nur die wenigsten wissen, dass Heuschnupfen gravierende Folgen nach sich ziehen kann. Ein so genannter „Etagenwechsel“ von den oberen zu den unteren Atemwegen, der in einem allergischen Asthma enden kann, ist etwa bei einem Drittel der Betroffenen die Folge.

Heuschnupfen – Was hilft?

Die erste und einfachste Maßnahme heißt schlichtweg – Pollen meiden! Schon allein dadurch werden die lästigen Beschwerden gemindert. In vielen Fällen reicht dies aber nicht aus und es sind Medikamente notwendig.

Weitere Verhaltensmaßnahmen sind:

  • Vor dem Schlafengehen Haare waschen
  • Kleider, die man tagsüber an hatte, nicht im Schlafzimmer liegen lassen
  • Fenster geschlossen halten
  • Nachts lüften
  • Feucht Staub wischen
  • Pollenschutzgitter an die Fenster anbringen
  • Wäsche nicht im Freien trocknen lassen
  • Körperliche Anstrengung im Freien vermeiden
  • Urlaub am Meer oder im Gebirge planen
  • Gesicht häufig mit kaltem Wasser kühlen
  • Nassen Waschlappen auf juckende Augen legen
  • Nasenspray mit Kochsalzlösung verwenden
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