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Geschrieben: 14. April, 2014 in Ratgeber Tipps & Trends | Sexualorgane
 
 

Potente Mittel auf Rezept

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Als Viagra 1998 auf den deutschen Markt kam, galt es vielen als Wundermittel. Für Männer wie Frauen war es mit unterschiedlichen Hoffnungen verbunden: mit der blauen Pille neben Potenzstörungen auch Probleme in der Beziehung lösen, trotz organisch bedingter Erschwernis auch im hohen Alter sexuell aktiv sein. An Potenzstörungen leiden besonders Männer ab 40 Jahren. So hat laut Studien nahezu die Hälfte aus dieser Gruppe mehr oder weniger große Probleme.

Potenz auf Rezept, Fotoquelle: 123RF

Erektionsstörungen können den Selbstwert gefährden, die Lebensqualität und die der Partnerschaft einschränken und nicht selten Warnhinweise für Erkrankungen des Herzens oder des Gefäßsystems sein. Eine erektile Dysfunktion bezieht sich dabei auf die Unfähigkeit, eine ausreichende Erektion zu bekommen oder zu halten. Laut medizinischen Forschungsergebnissen haben Potenzstörungen meist organische Ursachen: Neben Gefäßerkrankungen (Bluthochdurck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen), Operationen und Diabetes auch Arzneimittel wie beispielsweise Antidepressiva. Übermäßiger und langjähriger Konsum von Alkohol oder Zigaretten führt aufgrund von beschädigten Blutgefäßen ebenfalls zu einer schlechteren Durchblutung.

Um die Durchblutung zu verbessern, können im Rahmen einer rein medizinischen Behandlung, sogenannte PDE5-Hemmer verschrieben werden. Diese sorgen dafür, dass die Gefäße in den Geschlechtsorganen besser durchblutet werden. Betroffene sollten mit einem Arzt oder einer Ärztin über geeignete Mittel sprechen und abklären, welche Komplikationen oder Nebenwirkungen auftreten könnten.

Viagra und Co.

Die Arzneimittel werden etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen. Je nach Präparat wirken sie zwischen 5 und 36 Stunden. Von Patient zu Patient unterscheidet sich die benötigte Dosis. Aber hier sollte der behandelnde Arzt die Dosierung festlegen; nie sollte selbständig ohne Kenntnis möglicher Folgen gehandelt werden.

Zugelassen sind in Deutschland drei rezeptpflichtige Mittel: Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra) und Tadalafil (Cialis). Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Kassen derzeit nicht übernommen. Andere Mittel werden kaum noch verschrieben. Nachdem letztes Jahr in Deutschland das Patent für den Wirkstoff von Viagra auslief, drängen nun weitere Hersteller auf den Markt. Verbraucher können nun auch über das Internet Potenzmittel kaufen.

Nachgewiesene Wirksamkeit

Die meisten der rezeptpflichtigen Mittel wurden in Tests mit „sehr gut“ bewertet. Doch auch diese gehen teilweise mit starken Nebenwirkungen einher. Es kann zu Übelkeit und Erbrechen kommen oder unerwünscht langen Erektionen. Mit anderen Medikamenten, die zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingenommen werden, sollten die Präparate nicht kombiniert werden.

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