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Geschrieben: 18. November, 2013 in Sport & Bewegung
 
 

Slacklining – neuer Trend-Funsport?


Bislang ist das Training des Gleichgewichtssinns für Sportler in der Regel wenig unterhaltsam: Auf Trainingseinheiten mit Balance-Kreiseln oder –Pads freuen sich die wenigsten Athleten. In Sportarten wie Voltigieren oder Skifahren aber auch Klettern und Kampfsport kann eine gute Balance über Sieg und Niederlage entscheiden. Eine abwechslungsreiche und kostengünstige Alternative kann Slacklining sein. 

Expedia interviewte mit Elli Schulte eine der besten Slacklinerinnen der Welt und erfuhr so Wissenswertes über die Trendsportart.

Was ist Slacklining?

Bildquelle: Expedia

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Elli Schulte beschreibt den Sport so: „Eine Slackline ist eine Art Spanngurt, der fünf Zentimeter breit ist und zwischen zwei Bäumen oder Masten gespannt wird, um darauf zu balancieren.“ Im professionellen Bereich werden Unterdisziplinen unterschieden. Beim Longlinen kann die Slackline bis zu 310 Metern lang sein, beim Highlinen wird die Slackline in großer Höhe gespannt und beim Tricklinen wird das Gummiband wie ein Trampolin genutzt, sodass verschiedene Sprünge und Landungen möglich sind.

Wo können Profis beobachtet werden?

Die beste Anlaufstelle ist sicherlich die Globetrotter.de Worldcup-Tour, hinzu kommen internationale Slackline Open und Meisterschaften. Wettkämpfe laufen „in etwa wie ein Hip-Hop-Battle“ verrät Schulte im Expedia-Interview. Jeweils zwei Teilnehmer treten einer nach dem anderen gegeneinander an und versuchen dabei, sich gegenseitig zu überbieten. Unabhängig davon eignen sich auch Show-Acts oder Sport-Fachmessen dazu, in den Genuss des beeindruckenden Könnens der Profis zu kommen. Anstehende Termine können Interessierte auf der Internetseite von Gibbon Slacklines in Erfahrung bringen.

Bildquelle: Expedia

Bildquelle: Expedia

Müssen Anfänger besondere Voraussetzungen mitbringen?

Laut Schulte ist dies nicht notwendig: „Das Coole am Slacklinen ist, dass es einfach jeder machen kann.“ Zwischen Sportmuffeln und Profisportlern bestünde am Anfang kaum ein Unterschied, da sich jeder erst auf die Slackline einstellen müsse. Anfänger würden jedoch schnell Fortschritte feststellen.

Was sind die Vorteile für Trainingsleiter?

  • Eine Slackline ist mit 50 bis 60 € vergleichsweise kostengünstig und noch dazu flexibel anbringbar.
  • So ist es auch problemlos möglich im Freien zu trainieren, weil geeignete Bäume fast überall zu finden sind. So kommt noch mehr Abwechslung ins Training.
  • Der Schwierigkeitsgrad ist ebenfalls mühelos zu variieren, da mit dem Zug des Bandes auch seine Elastizität geändert werden kann.

Was sind die Nachteile?

  • Für größere Trainingsgruppen ist eine Slackline nicht geeignet, da dann zu lange Wartezeiten entstehen.
  • Außerdem sind Absicherungen in Form von Matten gerade zu Beginn empfehlenswert.
  • Beim Trainieren im Freien kann sich schnell eine größere Menge an Schaulustigen

Fotoquelle Beitragsbild: © si_fu via Flickr.com (CC BY 2.0)

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