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Geschrieben: 20. August, 2013 in Vitamine & Mineralien
 
 

Coenzym Q10 – ein neuer Nährstoff?

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Q10 ist ein elementarer Energie-und Schutzfaktor des Lebens. Es ist eine Ursubstanz und hat in der Evolution das Leben mit Sauerstoff erst möglich gemacht. Jede lebende Zelle benötigt Q10 zum Atmen und zur Energiegewinnung bei Aktivitäten, in besonderem Maße bei erhöhter Leistungsanforderung.

Das Coenzym Q10 zählt zur Stoffklasse der Coenzyme Q (Q1 – Q10), die Ubichinone heißen – lat.: ubiquitär = überall. Sie können in allen lebenden Zellen synthetisiert werden und sind so universell vorhanden: Organe von Menschen und Tieren, in Pflanzen oder Mikroorganismen. Das am höchsten bewertete und für den Menschen notwendige Coenzym ist das Q10. Q10 kommt in den Zellen einiger Organe in höherer Konzentration vor als in anderen. In Herz und Leber ist es in größeren Mengen nachgewiesen, weil es dort besonders benötigt wird.

Die Geschichte des Coenzyms Q10

Die sensationelle Entdeckung des Coenzyms Q10, einer körpereigenen, orthomolekularen Substanz, gelang einer Forschergruppe vor mehr als 40 Jahren in Madison, Wisconsin, USA. Sie wiesen das Q10 in den Mitochondrien eines Rinderherzens nach. Sie fanden heraus, dass Q10 zu vielfältigen Aufbau-, aber auch Abbauleistungen fähig ist, denn es vermag einem biologisch aktiven Molekül Sauerstoff zu entziehen, aber auch zuzuführen. Die Erkenntnis war tief greifend: Zu wenig Sauerstoff bringt die zelluläre Energie zum Erlöschen, zu viel hingegen kann möglicherweise tödlich enden. Prof. Dr. Peter Mitchell erhielt 1978 den Nobelpreis für seine Forschungen über die Rolle, die Q10 bei der Energieproduktion in den „Kraftwerken der Zellen“, den Mitochondrien, spielt. Professor Folkers klärte die chemische Struktur von Q10 auf und war der erste Forscher, der das Q10 im Menschen nachwies und dessen lebenswichtige Bedeutung für die Atmung und Energieproduktion der menschlichen Zellen erkannte. In den 70er Jahren gelang es japanischen Biologen größere Mengen Q10 zu einem akzeptablen Preis herzustellen. Den Schlüssel fanden sie dazu in der Tabakpflanze. Durch Fermentation (Gärung) war die Produktion von noch größeren Mengen möglich. Q10 wird auch aus Auberginen gewonnen. Voraussetzung ist, dass Q10 chromatographisch reinst (99,8%) hergestellt wird.
In vielen Ländern gibt es seit der chemischen Entdeckung dieses Vitalstoffes inzwischen Q10-Forschungsinstitute, so in Russland, der Tschechischen Republik und in Indien. In den USA, Japan, Italien, Großbritannien, Holland, Dänemark, Schweden, wird Q10 als Nahrungsergänzung angeboten.

Funktionen von Coenzym Q10

  1. 1. Zellenergie
  2. 2. Zell-Schutz
  3. 3. Zellfunktion und Zellmembran-Fluidität

1. Zellenergie:

Ohne Q10 gibt es keine Energie. Es ist essenziell für die Zellatmung und spielt eine wichtige Rolle bei der Energieproduktion der Zelle. Seine primäre Funktion ist es, in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zelle Nahrungsbestandteile nach dem Verdauungsprozess in Energie für die Zelle umzuwandeln. Durch die verstärkte Energiezufuhr für zelluläre Vorgänge durch Q10 verbessert sich unsere Gesundheit. Alle bioenergetischen Prozesse in Muskeln, Nerven oder im Immunsystem laufen nur dann optimal ab, wenn ausreichend Q10 in den jeweiligen Organsystemen vorhanden ist.

2. Zell-Schutz:

Freie Radikale, insbesondere Sauerstoffradikale schädigen die Zellmembrane. Eine wichtige Wirkung des Coenzyms Q10 besteht in der Funktion als Radikalfänger, da es freie Radikale bereits im Blut abfängt, bevor diese die Gefäße oder das Erbgut schädigen.

3. Zell-Funktionsfähigkeit (Fluidität)

Die Zellmembrane werden durch Q10 funktionsfähig (fluide) gehalten, indem es sich direkt in deren Membrandoppelschichten einlagert. Eine hohe Membranfluidität ist wichtig für die Zell-zu-Zell-Kommunikation, die wiederum wichtig ist für die Nerven und das Immunsystem. Das Coenzym Q10 hat aber auch eine vorbeugende Funktion bei bioenergetischen Erkrankungen von Muskel-, Herz-, Gefäß-, Haut und degenerativen Gehirn-Erkrankungen oder verlangsamt deren Progression.

Anwendungsbereiche:

Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Herzerkrankungen, Herzschwäche, Infektionskrankheiten, Alkoholtoxische Hepatitis, Schwächung des Immunsystems, Muskelschwund

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