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Geschrieben: 31. Juli, 2014 in Krankheiten von A-Z
 
 

Eingewachsene Nägel – wenn jeder Schritt schmerzt

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Wer den ganzen Tag auf den Beinen ist, hierhin und dorthin läuft, der weiß es wohl zu schätzen, wenn die Füße keine Probleme bereiten.
Ein eingewachsener Nagel verursacht Schmerzen, die das tägliche Laufpensum zu einer sehr unangenehmen Aufgabe werden lassen.
Bei einem eingewachsenen Nagel drückt sich der Nagelrand in die Haut.


Eingewachsener Zehnagel, Fotoquelle: 123RF

An der Spitze der Ursachen stehen falsches Schneiden und zu enge Schuhe

Die Ursachen für eingewachsene Nägel sind vielfältig. So können verformte Zehennägel ein Grund dafür sein, dass der Nagel einwächst und sich eventuell nicht richtig schneiden lässt. Auch für Diabetiker sind die Nägel eine Gefahrenstelle, denn bei ihnen ist erfahrungsgemäß das Risiko höher als bei anderen Menschen, an einem eingewachsenen Nagel zu leiden. Schließlich können auch schwitzige und schweißanfällige Füße diesen Prozess des Einwachsen der Nägel begünstigen. An der Spitze der häufigste Ursachen für dieses schmerzhafte Leiden stehen aber zwei andere Merkmale. Es handelt sich um das falsche Schneiden der Zehennägel und zu enges Schuhwerk. Beim Schneiden werden die Nägel häufig zu stark gekürzt, was dazu führt, dass sich auf Dauer das Nagelbett verschmälert. Der Nagel hat nicht mehr genug Platz und drückt sich nun in den seitlichen Rand. Als Folge werden die Nägel wiederum gekürzt und zu stark eingeschnitten, und der Kreislauf beginnt von vorn. Sind die Schuhe zu eng, drückt das Leder gegen die Zehen und verhindert ein normales Wachstum, der Nagel muss sich unweigerlich einen andern Weg suchen.

Keine Krankheit aber möglicher Verursacher von Wunden

Ein eingewachsener Nagel ist zwar sehr eine sehr schmerzhafte Erfahrung, die Sie in Ihrem täglichen Leben stört, aber allein das Einwachsen stellt prinzipiell keine gefährliche Krankheit dar. Allerdings kann es soweit kommen, dass der eingewachsene Nagel immer stärker in die Haut drückt, dass es irgendwann zu einer Wunde kommt. Nicht ausschließen kann man, das dann Bakterien in die Wunde eintreten. Ein Eitern der Wunde ist dann möglich.

Schon im Frühstadium kann Ihnen geholfen werden

Eingewachsene Nägel können im Frühstadium sowohl vom Facharzt als auch vom Fußpfleger, dem Podologen, behandelt werden. Dazu wird der Nagel in eine andere Wachstumsrichtung gelenkt. Das gelingt mit einer Schiene, die entweder mit einer Spange, einer Tamponade oder mit aufgeschnittenen Plastikröhrchen dafür sorgt, dass der Nagel in die gewünschte Richtung wächst. Sollte allerdings eine eiternde Entzündung vorliegen, muss die Behandlung durch die Gabe von Antibiotika ergänzt werden, denn eine Entzündung verschwindet nicht von selbst, sobald der Nagel eine andere Wuchsrichtung nimmt.

Als letzte Möglichkeit gibt es noch die Operation durch den Chirurgen, der den Nagel teilweise oder ganz entfernt. Dieser Eingriff ist keine große Sache und dauert auch nur wenige Minuten. Im Anschluss sollte der Patient bequeme, weite Schuhe tragen und in den ersten beiden Wochen beim Laufen nicht über den Zeh abrollen, um die Wunde zu schonen. Sport ist in den ersten beiden Wochen tabu, danach ist der Fuß aber bald wieder voll einsatzfähig. Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehört das Tragen bequemer Schuhe, die so weit sein sollten, dass die Zehen nicht einengen. Eine regelmäßige Behandlung beim professionellen Fußpfleger ist ebenfalls eine sinnvolle und vorbeugende Maßnahme. So wird der nächste Sommer garantiert zum Vergnügen, denn dann sind die Füße wieder sichtbar.

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