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Geschrieben: 19. Januar, 2009 in Diabetes | Sexualorgane
 
 

Erektile Dysfunktion als Folgeerkrankung von Diabetes

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Was tun bei Impotenz?

Erektile Dysfunktion, umgangsprachlich als Impotenz bekannt, ist eine der häufigsten Folgeerkrankungen bei männlichen Diabetes-Patienten. Diese Funktionsstörung bezeichnet die Unfähigkeit des Mannes, Geschlechtsverkehr auszuüben. Das männliche Glied versteift sich nicht ausreichend.

Europäische Studien belegen, dass nach einer zehnjährigen Zuckererkrankung fast jeder zweite Mann von Potenzproblemen betroffen ist. Schon in jungen Jahren kann es zu diesen Funktionsstörungen kommen, jedoch nimmt die Häufigkeit mit dem Alter zu.

Impotenz ist ein großes Tabuthema, befürchten doch viele Betroffene ihre Männlichkeit für immer zu verlieren. Das Selbstwertgefühl der Betroffenen wird dabei stark in Mitleidenschaft gezogen. Viele Betroffene reden daher aus falschem Schamgefühl nicht über ihr Problem.

Wie kommt es zur erektilen Dysfunktion bei Diabetikern?

Oft sind Potenzprobleme die ersten Anzeichen einer Diabetes-Erkrankung. Sind die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum erhöht, wirkt sich dies auf alle Blutgefäße des Körpers aus. Auch die Blutgefäße des Penis sind davon betroffen. Zuckermoleküle setzen sich vor allem an den Wänden der kleinen Gefäße ab, verengen diese zunehmend und machen sie unbeweglich. Auf diese Weise kann nicht mehr genügend Blut in den Schwellkörper des Penis gelangen. Der Penis wird nicht steif, beziehungsweise erregiert nur unvollständig. Neben den Blutgefäßen leiden auch die Nervenzellen an erhöhten Blutzuckerwerten. Durch schlechte Durchblutung werden die Nerven im Penis nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und können absterben. Zudem kann es vorkommen, dass sich Zuckermoleküle an den Enden der Nerven festsetzen und so die Weiterleitung von Signalen des Gehirns verhindern. Erektionsauslösende Impulse werden so nicht weitergeleitet. Auch die Muskulatur des Penis kann durch diabetesbedingte Durchblutungsstörungen geschädigt werden.
Die oft zusätzlich auftretenden psychischen Belastungen des Betroffenen wirken sich verschlechternd auf die erektile Dysfunktion aus. In diesem Zusammenhang baut sich ein regelrechter Teufelskreis für den Betroffenen auf.

Wie kann man eine erektile Dysfunktion bei Diabetes verhindern?

Diabetes-Patienten können einer erektilen Dysfunktion vorbeugen, indem sie sich langfristig ihren Blutzucker richtig einstellen lassen. Je günstiger der Blutzuckerwert eingestellt ist, umso kleiner ist das Risiko impotent zu werden. Des Weiteren sollten betroffene Männer auf das Trinken von Alkohol und das Rauchen verzichten.

Wie kann man eine erektile Dysfunktion beheben?

Impotenz bei Diabetes ist kein Schicksal. In den meisten Fällen ist heute eine erfolgreiche Behandlung möglich. Ein gut bis sehr gut eingestellter Blutzuckerwert ist die Voraussetzung für eine effektive Behandlung der Störungen. Ist der Wert optimal eingestellt, wird zunächst versucht, das Problem mit potenzsteigernden Medikamenten zu lösen. Weiterhin sollte die psychische Seite nicht außer Acht gelassen werden. Eine Sexualberatung kann hier helfen, mögliche Blockaden zu lösen. Sind Blutgefäße und Nerven im männlichen Geschlechtsteil jedoch schon stark geschädigt worden, müssen andere Therapieansätze angewandt werden. Hier ist neben operativen Eingriffen auch der Einsatz von mechanischen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Penisring oder Vakuumpumpe, in Erwägung zu ziehen.

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