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Geschrieben: 20. März, 2017 in Krankheiten von A-Z
 
 

Malaria – Bald auch bei uns im Garten?

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Der Klimawandel ist in der seriösen Wissenschaft unumstritten. Neben den Gefahren durch Naturkatastrophen sehen Experten dadurch auch eine Bedrohung durch die Verbreitung tropischer Krankheiten in vormals gemäßigten Breiten. Besonderes Kopfzerbrechen bereitet manchen die weibliche Anopheles-Mücke. Diese überträgt nämlich die gefürchtete Malaria. Doch ist diese Angst gerechtfertigt?

Fotoquelle: 123RF – Die Übertragung erfolgt durch eienen einzigen Stich

Weltweit infizieren sich jährlich rund 300 Millionen Menschen mit dem Malaria-Erreger. Eine halbe Million stirbt an dieser Krankheit, deren Name übersetzt so viel wie ‚schlechte Luft‘ bedeutet. Eine Impfung existiert nicht. Die Symptome reichen von schweren Fieberschüben über Kopfschmerzen und Erbrechen bis hin zu Schüttelfrost und Krämpfen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann es auch zum Koma und schließlich zum Tod des Erkrankten kommen.

Auch in Deutschland traten bis Anfang des letzten Jahrhunderts Fälle von Malaria auf, z.B. in den damals noch sumpfigen Ufergebieten des Rheins. Erst 1956 starb der letzte Malaria-Patient in Deutschland. Allerdings handelte es sich bei dieser Form um die etwas milder verlaufende Malaria tertiana. Der weit gefährlicheren Malaria tropicana war und ist es in Deutschland zu kalt. Doch könnte sich das durch den Klimawandel wirklich ändern?

Die Wissenschaftler sind sich da relativ einig. Zwar meinen manche, dass die Anopheles-Mücke und der Malaria-Erreger Plasmodium falciparum in Teilen Deutschlands durchaus gute Lebensbedingungen vorfinden könnten, wenn sich die Temperatur nur um wenige Grade erhöht. Die meisten erwarten jedoch auch auf absehbare Zeit noch so niedrige Temperaturen, dass sich die gefährliche Malaria tropicana nicht bei uns ausbreiten könnte. Denn unter 15 Grad Celsius kann sich der Parasit, der in der Mücke lebt und die Malaria verursacht, nicht fortpflanzen.

Ungeachtet dessen vermeldet die WHO einen Durchbruch in der Malaria-Bekämpfung. So sei die Zahl der durch Malaria verursachten Todesfälle seit dem Jahr 2000 um 60 Prozent zurückgegangen. Die Vereinten Nationen hatten sich diese Trendwende zum Millenniumsziel gesetzt.

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