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Geschrieben: 24. März, 2014 in Aktuelles
 
 

Schadstoffe in der Kleidung erhöhen Krebs und Allergie Risiko

Während in den EU-Ländern die Verwendung von Schadstoffen stark reguliert ist, wird sie in den Produktionsländern weniger streng gesehen. Wie die Stoffe unsere Gesundheit beeinflussen können und wie man sich als Verbraucher schützen kann. Ob Wolle, Baumwolle, Nylon oder Kunstfaser – das lässt sich mit einem gezielten Blick auf das jeweilige Etikett erkennen. Welche Schadstoffe die Kleidung möglicherweise enthält, ist weniger leicht ersichtlich.

Schadstoffe in Textilien, Fotoquelle: 123RF

Schadstoffe in Textilien, Fotoquelle: 123RF

Die verwendeten Stoffe lassen sich dabei mit dem Einsatz von Pestiziden bei Nahrungsmitteln vergleichen: Chemikalien erhöhen die Haltbarkeit und machen beispielsweise die Outdoor-Jacke wasserabweisend. Dabei werden Stoffe verwendet, die Allergien auslösen und sogar das Krebsrisiko erhöhen können. Die Stoffe gelangen über den direkten Kontakt mit der Haut in den Blutkreislauf; es kommt zu einer schleichenden Aufnahme, die im schlimmsten Fall negative Auswirkungen auf Leber, Herz oder Niere hat.

Gesetzliche Situation

Die Verwendung von schädlichen Substanzen – im Gegensatz zur chemischen Behandlung bei Nahrungsmitteln – ist nicht kennzeichnungspflichtig. Auch eine einheitliche und flächendeckende Regulierung des Einsatzes von Schadstoffen scheint vorerst aussichtslos. Finden Tester einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Schadstoffen in Textilien, wird dies der Europäischen Kommission gemeldet. Angesichts der Menge an Kleidungsstücken, die täglich in die Läden kommt, ist es allerdings unmöglich, jedes auf die Verwendung schädlicher Substanzen zu testen. Deutsche Produzenten sind deshalb schon seit langem gesetzlich angehalten, auf Schadstoffe zu verzichten.

Wie Sie sich schützen können

Um sich vorbeugend zu schützen, achten Sie auf ausreichend gekennzeichnete und getestete Ware. So führt beispielsweise die Umweltorganisation Greenpeace stichprobenartige Testungen durch. Der rücksichtsvolle Käufer kann sich beim Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Risikobewertung Informationen einholen. Auch über das Warnsystem RAPEX können Verbraucher informiert werden. Die neuesten Meldungen werden wöchentlich auf der Webseite aktualisiert.

Als Käufer kann man über die Seite des Umweltbundesamts eine Anfrage stellen und wird über etwaige  besorgniserregende Substanzen aufgeklärt, die in der eigenen Kleidung stecken können. Eine handhabbarere Lösung ist mittels einer App für das Smartphone bereits geplant.

Bis dahin können Textil-Siegel als Orientierung dienen; Käufer von Outdoor-Bekleidung beispielsweise darauf achten, ob das Produkt ohne PFC imprägniert wurde. So ließe sich eine Belastung durch Schadstoffe meiden. Auch können Sie ihre Kleidung vor dem ersten Tragen gründlich waschen, um eine stärkere Auswirkung von Konservierungsstoffen zu verringern.

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