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Geschrieben: 29. Juli, 2013 in Depressionen | Sexualorgane | Stoffwechsel
 
 

Wechseljahre – Frauen in der Lebensmitte und was sie wissen sollten

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Für jede Frau tritt meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr eine Wende ein. Die fruchtbare Zeit, d. h. die Möglichkeit, schwanger zu werden, endet – sie sind in den Wechseljahren (Klimakterium). Mit dieser Phase sind natürlich eine Menge Fragen verbunden.


Was sind die Wechseljahre?

Aus der Sicht der Medizin bezeichnet man mit Wechseljahren die Jahre, die kurz vor oder nach der letzten monatlichen Regelblutung (Menopause) liegen. In dieser Zeit kommt es zu einer Verschiebung im Hormonhaushalt: Die Bildung der Geschlechtshormone, vor allem des Östrogens lässt nach. Als Folge davon, stellen die Eierstöcke stellen ihre Funktion ein und die monatlichen Regelblutungen werden schwächer und unregelmäßiger. Dieser allmähliche Hormonabfall ist ein ganz natürlicher Vorgang im Leben der Frau – die Wechseljahre sind keine Krankheit.

Beschwerden

Der Verlauf der Wechseljahre und die auftretenden Beschwerden sind für jede Frau anders, oft treten sie nur zeitweise auf. Nicht alle Frauen sind von den gleichen Beschwerden betroffen. Die häufigsten Beschwerden sind:

  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche
  • Herzrasen
  • Lipidomangel
  • Probleme beim Geschlechtsverkehr
  • Schlaflosigkeit
  • Inkontinenz
  • Müdigkeit
  • Verminderte Leistungskraft
  • Nervosität, Reizbarkeit
  • Depressionen, seelische Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Antriebsarmut
  • Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Behaarung im Gesicht wird stärker
  • Osteoporose

Was kann man selbst tun?

Jetzt gilt es, umzudenken, und sich auf diese neue Lebensphase einzustellen. Wichtig ist die eigene Einstellung zu diesen Dingen. Lernen Sie an sich zu denken und das zu tun, was Ihnen Wohlbefinden verschafft.

  • Bleiben Sie mobil. Körperliche Bewegung ist nicht nur ein Schutzfaktor für die Knochen und beugt somit Osteoporose vor und stärkt das Immunsystem, sondern hilft auch Stress abzubauen und fördert das allgemeine Wohlbefinden.
  • Achten Sie auf Zeiten der Entspannung. Hilfreich sind Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Meditation oder asiatische Übungen wie Qi Gong.
  • Eine gesunde vollwertige Ernährung mit ausreichend Gemüse, Obst ist wichtig und versorgt den Organismus mit viel Vitaminen. Um der Osteoporose vorzubeugen, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D geachtet werden.

Therapie bei Beschwerden

Die Therapie der Wechseljahrbeschwerden ist komplex und richtet sich nicht nur nach der Art und Stärke der jeweiligen Beschwerden. Eine der Behandlungsformen ist die Hormontherapie mit Östrogen und Gestagen (Gelbkörperhormon), die die hormonellen Veränderungen korrigieren können. Dazu stehen verschiedene Präparate zur Verfügung wie z. B. östrogenhaltige Zäpfchen, Salben für die örtliche Behandlung oder Tabletten. Einige rufen einen künstlichen Menstruationszyklus hervor, andere wiederum nicht. Chemische Präparate sind nicht immer ohne Risiko, denn es wurde z. B. diskutiert, ob Östrogene die Entstehung von Tumoren begünstigen würden. Eine Alternative bieten Phytohormone, das sind Präparate auf pflanzlicher Basis (Traubensilberkerze, Mönchspfeffer). Auch die Akupunktur ist eine bedeutende Therapieform im Klimakterium.

Weitere Aspekte, die mit berücksichtigt werden müssen, sind seelische und soziale Probleme. Hier kann eine Gesprächstherapie sinnvoll sein.
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