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Geschrieben: 28. August, 2014 in Gesundheit | Krankheiten von A-Z
 
 

Kopfschmerzen: 10 Ratschläge gegen den Brummschädel

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Kopfschmerzen sind für jeden Dritten in Deutschland ein wiederkehrendes Übel. So gut wie jeder hat schon einmal das Brummen unter der Schädeldecke erlebt, auch ohne den ausschweifenden Genuss von Alkohol. Insgesamt gibt es etwa 250 unterschiedliche Arten von Kopfschmerzen. Wer den schmerzvollen Druck im Kopf besänftigen will, dem bieten sich neben den bekannten Schmerztabletten auch andere hilfreiche Methoden.

Kopfschmerzen: Ein weit verbreitetes Übel, Fotoquelle: 123RF

1. Guten Appetit!

Wenn der Blutzuckerspiegel niedriger wird, dann kann dies Kopfweh zur Folge haben. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig zu essen. Nahrungsmittel mit viel Magnesium wie beispielsweise Fisch, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte zeigen hier einen positiven Effekt: Der Mineralstoff fördert die Entspannung der Muskeln, sowie die Besänftigung der Nerven. Für Menschen, die anfällig auf Kopfschmerzen sind, ist es außerdem von Vorteil, auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten: Fettreiche Mahlzeiten und Süßigkeiten können den Brummschädel hervorrufen oder sogar verstärken. Andere Produkte, die Kopfschmerzen eher begünstigen sind reifer Käse, Rotwein, Schokolade, Schweinefleisch, Weizen und der Geschmacksverstärker Glutamat. Wer bereits Druck auf der Schädeldecke spürt, der kann mit Hilfe von Kaffee die Schmerzen abschwächen.

2. Wenn der Kiefer der Auslöser ist

Ein Besuch beim Zahnarzt könnte ebenfalls helfen. Was zunächst ungewöhnlich klingt, kann durchaus sinnvoll sein: Fehlbelastungen im Kiefer können in manchen Fällen zu Kopfschmerzen führen. Dazu kann es kommen, wenn man während des Schlafes „kranpft“ oder die Zähne sehr stark zusammendrückt. Der Zahnarzt kann dann eine passgenaue Bissschiene anfertigen, die den Kiefer und die Zähne schont und den Brummschädel unterbindet. Da auch Zahnschmerzen sich ausbreiten können und so zu Kopfweh führen können, lohnt sich ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt ohnehin.

3. Föhnen gegen die Verspannung

Wer tagsüber am Computer arbeitet, der leidet meistens unter Schmerzen im Nacken und Verspannungen, die nicht selten zu Kopfschmerzen werden. In solchen Fällen ist eine Föhn-Massage hilfreich: Einfach Hinterkopf, Nacken und Schultern mit einer kreisenden Bewegung und bei leicht warmer Temperatur föhnen. Um die Muskeln noch mehr zu entspannen, ist ein Vollbad bei etwa 38 Grad empfehlenswert, idealerweise mit rosmarinhaltigen Zusätzen, die für Entkrampfung und eine gute Durchblutung sorgen.

4. Kein übertriebenes Ausschlafen

Wenn Kopfschmerzen vor allem am Montagmorgen und am Wochenende auftauchen, kann es sein, das ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus die Ursache ist. Sowohl zuviel als auch zu wenig Schlaf können den Brummschädel auslösen. Daher sollte man es auch am Wochenende mit dem Ausschlafen nicht übertreiben und unter der Woche frühzeitig ins Bett zu gehen. Wichtig ist hierbei, eine gewisse Regelmäßigkeit beim Zeitpunkt des Einschlafens aufrecht zu erhalten.

5. Der Augenarzt kann weiterhelfen

Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen, weil sie nicht wissen, dass sie kurz- oder weitsichtig sind. Wer häufig nach Lese- oder Schreibarbeiten einen Brummschädel hat, der sollte seine Sehstärke einem Test unterziehen. Es kann schon durch einen leichten Unterschied zwischen den Augen zu einem einseitigen Leiden kommen.

6. Techniken zur Entspannung

Gereiztheit und Stress äußern sich bei jedem Menschen auf eine andere Weise: Bei manchen kommt es zu Nackenschmerzen, andere spüren es im Magen, andere wiederum bekommen Kopfschmerzen. Bei letzerem kann das Erlernen einer Entspannungstechnik, die man zu Hause ausüben kann, hilfreich sein. Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sind zwei gute Beispiele hierfür.

7. Immer genug trinken

Wer nicht ausreichend Wasser trinkt, bei dem wird das Blut dick und die Sauerstoffzufuhr in den Zellen wird geringer. Das Ergebnis: Kopfweh. Daher ist es unbedingt empfehlenswert, täglich in kleinen Portionen insgesamt zwei bis drei Liter zu trinken.

8. Gelkissen und Schläfen-Massage mit Minzöl

Kommt es zu Kopfschmerzen wegen Spannung, so empfiehlt es sich, ein Gelkissen aus dem Eisfach ungefähr eine Minute lang im Nacken, auf den Schläfen oder auf der Stirn zu platzieren. Dann sollte man die Kühlung etwa drei Minuten lang unterbrechen und anschließend wieder aufnehmen. Auch sehr erfrischend und entspannend für die Muskeln ist eine Massage der Schläfen mit ein paar Tropfen Minzöl. Menschen mit Allergien sollten jedoch zuerst in der Armbeuge ausprobieren, ob das Öl für ihre Haut verträglich ist.

9. Bewegung im Freien

Ein wenig Ausdauersport im Freien kann nicht schaden. Ob es der Radweg zur Arbeit ist oder ein zügiger Spaziergang, beides sorgt für Erfrischung und den nötigen Sauerstoff. In der Regel gilt: Wer jede Woche dreimal 30 Minuten trainiert, braucht keine Brummschädelattacken zu fürchten.

10. Schmerzmittel aus der Apotheke

Wenn alle anderen Methoden nicht weiterhelfen, so kann auch ein rezeptfreies Schmerzmittel hilfreich sein. Allerdings sollte man die Präparate maximal an zehn Tagen im Monat und höchstens drei Tage hintereinander zu sich nehmen, da eine stetige Einnahme zu Dauerkopfschmerzen führen kann. Sollte der Brummschädel dennoch anhalten, so empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt.

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