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Geschrieben: 24. Juli, 2013 in Gesundheit | Herz & Kreislauf | Schmerz
 
 

Krank durch Wetterumbrüche: Einbildung oder Tatsache?

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Beeinflusst das Wetter unsere menschliche Gesundheit? Diese Frage ist für viele Menschen von außerordentlicher Bedeutung, denn die Zahl der Wetterfühligen ist groß. Rund jeder Dritte leidet in Deutschland an Unwohlsein bei Wetterumschwüngen. Als Paradebeispiel hierfür dient der Föhn. Bei Sonnenschein fühlen wir uns aktiv und motiviert, kommt jedoch ein Tiefdruckgebiet, schlägt auch unsere Stimmung um. Wetterfühligkeit ist keine Einbildung!

Da Wetterfühligkeit nicht zu den krankhaften Beschwerden gezählt wird, werden die Betroffenen allzu leicht als Simulanten abgestempelt. In vielen Fällen jedoch sind Körperfunktionen in ihrem Gleichgewicht gestört, der Körper ist krank, das Allgemeinbefinden ist beeinträchtigt oder die Betroffenen sind ganze Tage außer Gefecht gesetzt. Viele Menschen haben bei heißem Wetter geschwollenen Beine, bei feuchtwarmer Witterung treten gehäuft Atemprobleme auf und bei kalt-warmen Wetterlagen schwankt der Blutdruck.

Mit dem Wetter beschäftigt sich die Menschheit schon seit der Antike. Dieses Thema war deshalb so wichtig, denn es bestimmte die Existenz vieler wirtschaftlicher Bereiche, die den Wohlstand und das Überleben von Völkern garantierten.
Das Interesse am Wetter und die Wirkung bestimmter Wetterlagen auf unser Leben hat sich bis in unsere heutige Zeit erhalten, ja sogar gesteigert. Tägliche Berichte in den Medien informieren die Menschen über das Wetter, speziell über das Biowetter. Das Wetter ist zu einem viel diskutierten „Volksproblem“ geworden, an dem Stadtbewohner, Urlauber, Sportler und natürlich die Bauern gleichermaßen interessiert sind.

Wie kommt es zu Wetterfühligkeit?

Es wird angenommen, dass das vegetative Nervensystem Wetterreize wie Temperatur- Luftdruckschwankungen, Luftfeuchtigkeit oder Fallwinde wie eine Antenne aufnimmt und darauf reagiert. Von Bedeutung sind auch die so genannten Sferics, das sind schwache, sehr kurze elektromagnetische Impulse, die Tage vor einem Gewitter entstehen können. Da unser Körper Leiter für diese elektromagnetische Strahlung ist, können Wetterfühlige vorzeitig eine Witterungsveränderung spüren. Meist liegen jedoch krankhafte Ursachen oder eine Schwachstelle zugrunde, die diese Überreaktion auf Wettereinflüsse erklären. Erste Alarmzeichen sind meistens Schmerzen an dieser Stelle, aber auch Unwohlsein, allgemeine Schwäche oder Herzbeschwerden können auftreten.

Typische Anzeichen sind:

  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • Nervöse Reizbarkeit, Unruhe
  • Konzentrationsstörungen
  • Phantom– und Narbenschmerzen
  • Rheuma, Arthritis
  • Krämpfe
  • Bluthochdruck
  • verstärkte Beschwerden bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Asthma
  • erhöhte Suizidgefahr

Hilfe bei Wetterfühligkeit:

Unsere moderne, aufgeklärte Gesellschaft lebt zu abgekapselt von der Natur. Die ursprüngliche Fähigkeit, seinen Körper durch Aufenthalte im Freien anpassungsfähiger zu trainieren, ist bei der heutigen Lebensweise verkümmert. Der Mensch der heutigen Zeit hat Möglichkeiten erfunden, das Wetter so zu „modellieren“ wie es seinen Ansprüchen besser passt. Klimaanlagen sind das Werkzeug, um Zuhause das Traumklima zu fabrizieren, mit der richtigen Belüftung, Befeuchtung oder Luftionisierung unserer Wohnräume.

Deshalb: Nicht schonen, sondern abhärten!

  • Spazierengehen – bei jedem Wetter
  • Ausdauersport im Freien
  • Wechselduschen, Kneipp`sche Bäder
  • Saunagänge
  • Vermeiden Sie Stress und gönnen Sie sich mehr Ruhe!
  • Regelmäßige Schlafzeiten
  • Gesunde Vollwertkost mit viel frischem Obst und Gemüse, Rohkost
  • Nikotin und Alkohol vermeiden
  • Biowetter lesen: Es bietet Informationen zu Wetter und Umweltbelastungen, mit Ratschlägen für die Betroffenen

Wie sagt doch die schöne Bauernregel: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich`s Wetter – oder es bleibt wie es ist“.

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