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Geschrieben: 17. Januar, 2007 in Hals-Nasen-Ohren | Krankheiten von A-Z
 
 

Hörsturz – Jeden kann es treffen

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Jährlich erleiden tausende  Menschen in Deutschland einen  Hörsturz. Plötzlich sind die  Symptome da, ein dumpfer  Druck, Ohrgeräusche, manchmal  auch Schwindel. Jeden  kann es treffen! Die Zahl der  Patienten nimmt in Deutschland  stetig zu, viele sprechen  schon von einer neuen Volkskrankheit. 

Hörsturzsymptome sind  vielseitig, sie treten plötzlich  auf, meist ohne vorhergehende  Beschwerden. Neben einem  dumpfen Druckgefühl, dass  mit dem Gefühl „Watte im Ohr  zu haben“ verglichen wird, tauchen  häufig unterschiedliche  Ohrgeräusche auf. Es pfeift,  brummt, rauscht, klingelt oder  zischt. Selten treten auch Doppelhören  und Schwindel auf.  Diese Symptome betreffen  meistens nur ein Ohr.  Noch immer liegen die Ursachen  für einen Hörsturz noch  teilweise im Dunkeln. Eine  Durchblutungsstörung im Innenohr  ist die wahrscheinlichste  Erklärung für den Ausfall  des Ohrs. Kleine Adern im Innenohr  verschließen sich, dadurch  werden empfindliche  Sinneszellen im Innenohr nicht  ausreichend mit Sauerstoff und  Nährstoffen versorgt. Folge  dieses Mangels ist eine Funktionsabnahme  der Zellen, sogar  ein Absterben der Sinneszellen  ist möglich. Neben Durchblutungsstörungen  können auch  Virusinfektionen, Störungen  des Immunsystems oder Funktionsstörungen  von Nervenbahnen  im Innenohr einen Hörsturz  verursachen. Vielseitige  Symptome und Ursachen sind  auch die Auslöser eines Hörsturzes.  Stress steht hier im  Vordergrund. Körperliche  und psychische  Überlastungen sind in  vielen Fällen Hauptauslöser.  Neben Stress sind weitere Risikofaktoren  bekannt. Übergewicht,  Diabetes, ein erhöhter  Cholesterinspiegel, sowie  Herz-Kreislauf-Erkrankungen,  aber auch Nikotin- und Alkoholkonsum  können das Hörsturz-  Risiko verstärken. In Einzelfällen  können zudem Halswirbelsäulenbeschwerden  und  Blutgerinnungstörungen zu einem  Hörsturz führen.  Treten Hörsturzsymptome  auf, suchen Sie sofort einen  Hals-Nasen-Ohren-Arzt auf.  Dieser Fachmann kann durch  eine gezielte Erstbehandlung  Spätschäden verhindern. Diese  können entstehen, wenn nicht  sofort eine durchblutungsfördernde  Behandlung des Innenohrs  durchgeführt wird. Auf  diese Weise werden viele Patienten  schon nach kurzer Zeit  von den Symptomen befreit.  Leider können Hörminderungen  oder auch chronisches  Ohrgeräusch, auch Tinnitus genannt,  bei einzelnen Hörsturzpatienten  zurückbleiben.

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