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Geschrieben: 16. Mai, 2013 in Homöopathie | Vitamine & Mineralien
 
 

Schüssler Salze des Lebens

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Die zwölf Mineralstoffe

Mineralien – und damit auch Salze – gehören mit zur ältesten Materie der Erde und werden schon seit je her für die Pflege der Gesundheit genutzt. Die vitalisierenden und harmonisierenden Kräfte der Schüßler-Salze, lassen sich neben der Krankenbehandlung vor allem zur Vorbeugung gut einsetzen.

Die Ursache für Beschwerden: Mineralstoffmangel

Durch die – leider sehr weit verbreitete – einseitige Ernährungsweise leiden immer mehr Menschen unter Mangelerscheinungen. Heutige, industriell verarbeite, denaturierte oder konservierte Nahrungsmittel können zwar den Magen füllen, sind aber ansonsten oftmals ziemlich mineralstoffarm und können den Körper nicht optimal versorgen.

Auch wer sich zunehmend der Belastung von elektromagnetischer Strahlung aussetzt, riskiert, dass durch das veränderte bioelektrische Feld des Menschen Mineralstoffe stärker verbraucht werden. Und auch die Kombination von verschiedenen Metallen im Mundbereich kann dazu beitragen. Die Mineralstoffe werden schon im Mund gebunden und verbraucht. Diese verschiedenen Ursachen führen zu ein und demselben Ergebnis: Der Organismus leidet unter Mangelerscheinungen.

Natürlich können nicht die Salze alleine alle Defizite abfangen. Eine ausgewogene und vollwertige Ernährung ist immer die Basis für einen gesunden Organismus. Hilfreich kann es auch sein, die eigenen Verhaltens- und Lebensweisen zu überdenken und ggf. entsprechend zu verändern.

Teil 1

Biochemie nach Dr. Schüssler

Mineralstoffe werden schon seit Jahrhunderten für die Pflege der Gesundheit genutzt. Wie wichtig Mineralsalze sind, weiß nicht nur jeder Sportler. Mangelerscheinungen im Körper sind der Grund für Unwohlsein und Erkrankungen. Diese können mit Schüssler-Salzen auf sanfte Weise ausgeglichen werden.

Als im Jahre 1873 ein Aufsatz des Oldenburger Mediziners Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüssler erscheint, sorgt er für große Aufregung unter den Kollegen. In ihm hat Schüssler nämlich seine eigenen Erkenntnisse niedergeschrieben und veröffentlicht. Ständig auf der „Jagd“ nach neuen Erkenntnissen begibt sich Schüssler auf einen neuen Weg. Er kam zu der Erkenntnis, dass fehlende anorganische Mineralsalze gestörte Lebensvorgänge und somit Krankheiten hervorrufen. Eine Hemmung des Zellstoffwechsels ist die Folge. Führt man das fehlende Mineralsalz zu, normalisiert sich der gestörte Zellstoffwechsel wieder.

Der junge Arzt Schüssler kam zu folgender Überlegung, nämlich dass man „kränkelnde Pflanzen durch Begießen mit einer Lösung des ihnen entsprechenden Salzes zum Gedeihen bringen kann“. Somit war eine Idee geboren!
Im Klartext heißt es: „Gesund bleiben kann der Mensch nur, wenn er die nötigen Mineralstoffe in der erforderlichen Menge und im richtigen Verhältnis besitzt. Oder: „Die Krankheit der Zelle entsteht durch Verlust an anorganischen Salzen (Mineralstoffen)“. Und weiter heißt es: “ Um Schaden zu vermeiden und um die Mittel aufnahmefähig für die Zelle zu machen, müssen dieselben verdünnt (potenziert) werden.“ In unverdünnter Form würden sie nach Schüsslers Theorie über den Verdauungsweg wieder ausgeschieden werden.

Und – die Erfolge gaben ihm recht. Über 1.000 an Diphtherie erkrankte Kinder konnte er mit seinen zwölf Mineralsalzen heilen. Homöopathisch verdünnte Zubereitungen der Mineralstoffe werden also über die feinen Kanäle der Zellen gut aufgenommen.

Schüssler fand 12 Mineralstoffverbindungen, die im menschlichen Organismus für einen ungestörten Ablauf verantwortlich sind. Sie sind die wesentlichen Nährstoffe für die Zellen, die es wiederum dem Körper ermöglichen, ihre Aufgaben im Körper optimal zu erfüllen. Er nennt diese Mineralsalze biochemische Funktionsmittel, da jedes auf bestimmte Funktionen des Organismus einwirkt. Erreichen sie nicht zur richtigen Zeit den richtigen Ort, kommt es zu Störungen im menschlichen Organismus.

Große Wissenschaftler waren für Schüssler Weg weisend: Zu ihnen gehörte vor allem der berühmte Professor für Pathologie an der Charité in Berlin Rudolf Virchow. Er stellte fest: „Die Krankheit des Körpers ist gleich der Krankheit der Zelle“.

Schüssler war der Ansicht, dass der Mineralstoffmangel in den Zellen nicht entsteht, weil Menschen sie nicht ausreichend mit ihrer Ernährung aufgenommen haben. Seiner Meinung nach entsteht der Mangel, weil die Zellen nicht in der Lage sind, die Mineralien aufzunehmen. Genau dieses Verhaltensmuster hat Schüssler erkannt und verfeinerte die Moleküle so weit, dass sie von den Zellen problemlos aufgenommen werden können. Damit die Salze also wirken können, müssen sie, ähnlich wie homöopathische Mittel, verdünnt werden.

Er betonte immer wieder, dass seine Funktionsmittel keinen Ersatz der mit der Nahrung ungenügend aufgenommenen Mineralsalze darstellen. Sie haben eher eine supplementartige Wirkung. Das heißt, sie ergänzen also die Wirkung der im Körper vorhandenen Mineralstoffe .

Teil 2

Die zwölf Mineralstoffe nach Dr. Schüssler und ihre Wirkungsweise, Teil 2

Mineralien gehören mit zur ältesten Materie der Erde und werden schon seit je her für die Pflege der Gesundheit genutzt. Das Besondere an den Schüsslersalzen ist, dass sie – ähnlich wie in der Homöopathie – potenziert sind.

Dadurch wirken sie im Organismus als mineralisches Funktionsmittel nicht nur in der Zelle selbst, sondern auch in der Zwischenzellflüssigkeit und an der Zellmembran. Die Potenzierung geschieht anstelle der alkoholischen Lösung mit Milchzucker als Träger.
Außerdem sind bei den Mineralsalzen jeweils ein basisches und ein saures Element verbunden. Als Beispiel sei Calcium phosphoricum genannt: Calcium = Base, Phosphor = Säure. Durch diese Verbindung muss der Organismus diese Kombination nicht erst aus den Einzelelementen zusammenbauen, was die Wirkung dieser Mineralstoffkombinationen erhöht.

Wie kommt es zu einem Mineralstoffmangel?

Viele Menschen sind heute nicht mehr in der Lage, Vitalstoffe in genügender Menge aufzunehmen. Grund dafür ist u. a. eine einseitige Ernährungsweise, die unweigerlich nach einer gewissen Zeit zu Mangelerscheinungen führt. Heutige, industriell verarbeite, denaturierte oder konservierte Nahrungsmittel können zwar den Magen füllen, doch „ernähren“ können sie den Menschen nicht. Ernähren heißt in erster Linie die Lebenskräfte zu stärken. Dies ist jedoch nur mit vitalstoffreicher Nahrung möglich, d. h. „Lebens“ – Mittel, die selbst noch Lebenskräfte bergen.

Auch wer sich zunehmend der Belastung von elektromagnetischer Strahlung aussetzt, riskiert, dass durch das veränderte bioelektrische Feld des Menschen Mineralstoffe stärker verbraucht werden. Aber auch die Kombination von verschiedenen Metallen im Mundbereich kann dazu beitragen. Die Mineralstoffe werden schon im Mund gebunden und verbraucht. Fazit: Der übrige Organismus leidet unter Mangelerscheinungen.

Die zwölf Mineralstoffe und ihre Wirkungsweisen – Von Nr. 1 bis 6

Ziel ist es, dass es gar nicht erst zu einer Krankheit kommt. Dies ist jedoch nicht allein durch die Einnahme von Mineralstoffen nach Dr. Schüssler möglich. Wie bereits oben erwähnt, ist eine ausgewogene, vollwertige Ernährung die Basis. Hilfreich kann außerdem sein, die eigenen Verhaltens- und Lebensweisen zu überdenken und ggf. entsprechend zu verändern.

Es folgt eine kurze Übersicht über Mineralstoffe Nr. 1 bis 6 nach Dr. Schüssler:

  • Nr. 1 Calcium fluoratum D12

Calcium fluoratum wird dort benötigt, wo eine erhöhte Elastizität des Gewebes gefordert ist, so im Gehirn, Herz, Lungen, Nieren, Knochenhüllen, Muskeln, Bänder und Augenlinsen. Das Salz verleiht den Gewebefasern Elastizität und ermöglicht ihnen, sich zu dehnen und wieder zusammenzuziehen.

  • Nr. 2 Calcium phosphoricum D6

Dieses Salz wird in den Knochen, Blut-, Ei- und Samenzellen, Leber, Speicheldrüsen und Schilddrüse verstärkt benötigt. Es ist ein wichtiges Aufbaumittel für die Knochen und die innere Struktur des Zahnes (Zahnbein), verleiht den Knochen Festigkeit und fördert die Heilung nach Knochenbrüchen. Darüber hinaus wird es zur Bildung der weißen und roten Blutkörperchen benötigt, löst Muskelverspannungen und wirkt beruhigend auf das Nervensystem und ist ein wichtiges Mittel während der Schwangerschaft und Stillperiode.

  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12

Eisen ist Bestandteil des Hämoglobins und nimmt an vielen enzymatischen Reaktionen teil. Vor allem zur Infektabwehr ist es unerlässlich, aktiviert das Immunsystem und ist ein wichtiges Fiebermittel. Es ist das Erste Hilfe – Mittel bei Verletzungen (Quetschungen, Stauchungen, Schnittwunden), Entzündungen und bei Schmerzen, die sich durch Wärme verstärken und bei Kälte verschlimmern. Eisen verbessert die Sauerstoffversorgung der Muskulatur und wirkt regulierend bei Durchfall und Verstopfung. Außerdem ist es das Hauptmittel in der ersten Entzündungsphase.

  • Nr. 4 Kalium chloratrum D6

Dies ist das Mittel der zweiten Entzündungsphase, z. B. einige Tage nach Beginn einer Erkrankung. Kalium chloratrum hat eine entgiftende Wirkung und ist ein wichtiges Drüsenmittel, da die Drüsen entscheidend bei der Entgiftungsarbeit beitragen.

  • Nr. 5 Kalium phosphoricum D6

Dieses Salz findet sich vorwiegend in Gehirn- und Nervenzellen, Muskelzellen, und auch im Blut. Es ist das wichtigste Mittel im Inneren der Zelle. Nach Dr. Schüssler ist Kaliumphosphat das Mittel bei Nerven- und Herzentzündung und das Hauptmittel bei allen Erschöpfungszuständen. Durch seine antiseptische Wirkung verhindert es Fäulnis und wird bei Fieber über 38,5 eingesetzt. Kaliumphosphat ist auch als Mittel zur Muskelanregung angezeigt, z. B. bei Muskelschwäche oder bei Schmerzen mit Lähmungserscheinungen.

  • Nr. 6 Kalium sulfuricum D6

Dieses Salz hilft Sauerstoff in die Zellen zu überführen und fördert so den Stoffwechsel. Es unterstützt vor allem den venösen Blutkreislauf und hat damit eine günstige Wirkung auf das Herz sowie auf Leber, Milz, Dünn- und Dickdarm. Es unterstützt die verstärkte Ausscheidung von Krankheitsstoffen über Haut und Schleimhäute und entlastet so das Bindegewebe. Es hilft auch bei Muskelkater, matten Gliedern, Unlust oder Benommenheit. Kalium sulfuricum ist das Mittel für die dritte Phase einer Krankheit, in der schleimig-eitrige Sekretion der Schleimhäute oder Hautschuppung zu beobachten ist.

Teil 3

Die zwölf Mineralstoffe nach Dr. Schüssler und ihre Wirkungsweisen, Teil 3

Jeder Organismus muss sich ständig wandeln, an wechselnde Umweltbedingungen anpassen und auf wachsende Anforderungen reagieren. Voraussetzung dafür ist eine intakte „Zellchemie“, d. h. eine funktionierende Übermittlung von Informationen im Körper. Die Zelle und auch die Gewebe müssen Informationen und Stoffe aufnehmen und austauschen können. Die biochemischen Mittel von Dr. Wilhelm Schüssler setzen genau in diesem Bereich an.

Es folgt eine kurze Übersicht über Mineralstoffe Nr. 7 bis 12 nach Dr. Schüssler:

  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6

Dieser Mineralstoff senkt den Cholesterinspiegel, hilft bei Allergien und Thrombosen, löst als Nervenmittel Erregungszustände, wirkt Schlaf fördernd und ist an der Stärkung und Bildung des Zahnschmelzes und der Knochen beteiligt. Magnesium phosphoricum ist ein Schmerzmittel, das bei stechenden, bohrenden oder krampfartigen Schmerzen eingesetzt wird.
Magnesium gehört zu den wichtigsten basenbildenden Mineralstoffen.

  • Nr. 8 Natrium chloratum D6

Dieses Lebenssalz wird zur Zellneubildung benötigt, denn ohne es kann die Zelle keine Flüssigkeit aufnehmen. Außerdem ist es für die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts wichtig. Es ist an der Blutbildung mit beteiligt, wird für die Erneuerung des Knorpelgewebes in den Gelenken benötigt und ist für die Säurebildung im Magen erforderlich. Darüber hinaus bindet es metallische Gifte (Arsen, Rauch) und organische Gifte (Insektenstiche) und führt diese aus.

  • Nr. 9 Natrium phosphoricum D6

Natrium phosphoricum ein sehr wichtiges Lymphmittel. Bei einem Mangel kommt es in den Lymphdrüsen zu Milchsäureüberschuss und die Drüsen schwellen an.
Werden zu viel säurehaltige Nahrungsmittel aufgenommen und es steht nicht genügend Natrium phosphoricum zur Verfügung, kommt es zu einer Übersäuerung. Die Säure kann auch die Zellmembran angreifen und dadurch die Zelle zerstören. Bleibt die Säure wegen eines Natriummangels zu lange im Körper, führt dies u. a. zu rheumatischen Beschwerden, sauerem Schweiß, Magen-, Nieren- und Blasenstörung. Auch Beschwerden wie Erschöpfung, Ermüdung oder Schwäche können auf eine Übersäuerung hinweisen.

  • Nr. 10 Natrium sulfuricum D6

Natrium sulfuricum hilft die Körperflüssigkeit zu regulieren, indem es das Wasser aus den Zellen herauszieht. Dadurch bewirkt es die Ausscheidung auf natürlichem Wege über die Nieren, Harnorgane und die Haut. Es hilft auch, die im Körper angestauten Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) aufzulösen und auszuscheiden. Auch Schüttelfrost kann durch einen Mangel an Natrium sulfuricum entstehen. Es wirkt regulieren auf die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse.

  • Nr. 11 Silicea D12

Für die Kieselsäure ergibt sich ein umfassender Wirkungsbereich, da sie in allen Zellen , Organen und Geweben vorkommt. Sie fördert die Festigkeit und Straffung der Bindegewebe und steigert die Widerstandsfähigkeit. Dadurch bleibt die Faltenbildung und gilt deshalb als das „Verjüngungsmittel“ nach Dr. Schüssler. Dieses Mineral wird auch zur Erhaltung der Festigkeit von Haare und Nägel benötigt. Siliceasalbe hat sich äußerlich bei Problemen mit den Nägeln bewährt. Es wird auch bei eitrigen Prozessen (z. B. Zahneiterungen, eitrige Mittelohrentzündung) eingesetzt und Blutergüsse können mit Silicea gelöst werden. Silicea wird in Verbindung mit Calcium phosphoricum und Calcium fluoratum bei Knochenbrüchen und zur Behandlung von Knochenkrankheiten eingesetzt.

  • Nr. 12 Calcium sulfurium D6

Calcium sulfuricum ist wie Silicea ein Mittel, das bei allen eitrigen Prozessen eingesetzt wird, aber nur dann, wenn ein Abfluss möglich ist. (z. B. Augenentzündung mit Eiterung, Entzündung der Schleimhäute mit Eiterung). Auch bei stark geschwollenen Schleimhäuten im Rachenbereich kommt Calcium sulfuricum zum Einsatz. Außerdem regt es den Stoffwechsel an und unterstützt die Blutgerinnung. Des weiteren kann dieses Mittel bei Magenschleimhautveränderungen bis hin zum Magengeschwür eingesetzt werden.

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