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Geschrieben: 18. Oktober, 2013 in Aktuelles | Ernährung
 
 

Lebensmittel – Irreführung oder „nur“ schlechtes Marketing?

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Erinnern Sie sich noch? Dieses Frühjahr war die Aufregung groß um galoppierende Lasagne und Eier von „glücklichen“ Hühnern aus der Batterie, die aber angeblich Bio-Produkte sein sollen. So etwas bleibt in Erinnerung, das bringt die große Presse. Doch was ihnen alltäglich im Supermarkt „geboten“ wird, das ist auch nicht ohne. Die Verbraucherzentralen haben einen neuen Ratgeber heraus gegeben, in diesem wird über Tricks der Lebensmittelbranche informiert.

Fotoquelle: 123RF

Wir listen einen kleinen Auszug auf, damit Sie als Verbraucher auf diese Tricks nicht mehr hereinfallen.

Mmmh, wie verführerisch!

Pralle und reife Früchte, sehr knusprig gebratene Entenbrust, all dies sind Bilder auf der Verpackung, die uns zum Kauf animieren sollen. Nur leider gilt nicht die Devise „Was drauf steht, ist auch drinnen!“
Für abgebildete und namentlich genannte Zutaten gilt die „Mengenkennzeichnungspflicht“. Diese gibt an, wie viel vom jeweilig genannten im Produkt enthalten ist. Sobald Sie das Wort „Serviervorschlag“ auf der Verpackung entdecken – es ist meistens sehr klein geschrieben – dann wird damit oft auf hochwertige Zutaten hingewiesen, die gar nicht im Produkt enthalten sind!

Lust auf „Gepresstes Formfleisch in Panade?“

Doch, genauso klingen „Chicken Nuggets“, wenn man es ohne klangvolle Ausdrücke, sondern rein pragmatisch angeboten wird. Aber sowas kauft doch keiner. Also werden klangvolle Namen erfunden, die in großen Buchstaben überall auf der Verpackung stehen. Drehen Sie die Packung einmal um und betrachten sich die Rückseite, im Zweifelsfall auf der kleinsten Fläche zu finden: Die sogenannte Verkehrsbezeichnung. Hier wird darüber informiert, was sich hinter dem Produktnamen verbirgt. „Himbeergeschmack“ bedeutet noch lange nicht, dass Himbeeren im Produkt enthalten sind, sondern eher jede Menge Aroma/Aromen.

Als nächsten Trick präsentiere ich Ihnen….

Jeder Bühnenzauberer sagt diesen Satz und arbeitet auch mit dem folgenden Trick: Dem doppelten Boden! Riesige – oder zumindest große – Packungen sehen gut aus, fühlen sich gut an. Schließlich erhält der Kunde viel für sein Geld. Mitnichten, gerade bei Pralinen ist das Verhältnis von Verpackung zu Inhalt geradezu lächerlich und sollte beim Kauf berücksichtigt werden.

Für die Extraportion Milch….

Lecker und auch noch gesund sollen einige Lebensmittel sein. Klingt toll! Oder? Sehr gerne genommen sind Angaben wie „fettfrei“ oder „hoher Kalziumgehalt“. Allerdings sind solche vermeintlich gesundheitsfördernde Substanzen meist ohne Wirkung. Für die oben erwähnte Extraportion Milch sind aber leider oft nur Zucker und/oder Fett enthalten – insbesondere bei Süßigkeiten. Werfen Sie einfach einen Blick auf die aufgedruckte Nährwerttabelle, Sie werden staunen.

Der Ratgeber „Lebensmittel-Lügen – wie die Food-Branche trickst und tarnt“ ist für 9,90 Euro bei allen Verbraucherzentralen oder im Internet unter www.vz-ratgeber.de erhältlich.
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