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Geschrieben: 20. August, 2013 in Rücken | Sport & Bewegung
 
 

Aqua Fitness – Sport treiben ohne zu schwitzen

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Sportliche Betätigung im schonenden Schwebezustand

Schwimmen zählt zu den gesündesten Sportarten und schont dabei gleichzeitig die Gelenke. Speziell das Herz und der Kreislauf werden hierbei trainiert. Ferner werden beim Schwimmen gerade die Muskeln gestärkt, die als Stützen für Gelenke und die Wirbelsäule wirken.

Gerade für Menschen, die unter Übergewicht leiden oder Probleme mit den Gelenken haben, ist Schwimmen die optimale Sportart.

Bewegungen unter Wasser wirken gerade deshalb kräftigend, da das Wasser als eine natürliche Bremse zu sehen ist, so dass für die Bewegungen etwas mehr Kraft aufgewendet werden muss. Bei der Bewegung bietet das Wasser einen 900 Mal höheren Widerstand als die Luft. Gleichzeitig erfährt der menschliche Körper im Wasser einen Auftrieb, wodurch die Bewegungen weniger zu Lasten der Knochen und Gelenke gehen. Man scheint leicht im Wasser zu schweben. Somit können auch Menschen mit orthopädischen Vorerkrankungen Sport im Wasser ausüben. Bewegung im Wasser fördert die Ausdauer, wirkt als Krafttraining für alle Körperpartien und bringt den Sportler nicht ins Schwitzen, denn da die Körperwärme gut durch das Wasser abgeleitet wird, kann der Körper nicht überhitzen. Die dabei durchgeführten Übungen sind 5 Mal effektiver als auf dem Trockenen.
In jüngster Zeit hat sich Aqua Fitness zu einer Art Trendsport entwickelt, gleichfalls für junge als auch für ältere Generationen. Jüngere Menschen finden hier eine gute Kombination aus effektivem Fitnesstraining und Wellness. Für ältere Personen steht eher die gelenkschonende und schmerzlindernde Wirkung des warmen Wassers im Vordergrund.

Durch den Druck des Wassers wird der Stoffwechsel im Gewebe angeregt, dadurch die Durchblutung verbessert und damit Cellulite entgegen gewirkt. Die Bandbreite der Fitnessmöglichkeiten im Wasser ist groß:

  • Aquajogging: Ähnlich wie beim normalen Jogging läuft man leicht nach vorn gebeugt auf der Stelle im tiefen und warmen Wasser (etwa 28-30°C). Um leichter den Rhythmus zu finden, unterstützt Musik die Bewegungen. Aquajogging wird auch gerne als orthopädische Therapie zur Beschleunigung des Heilungsprozesses angewendet. Oft wird hier dabei mit einer Auftriebshilfe gearbeitet.
  • Aquawalking: Hierbei handelt es sich um eine langsamere Form des Aquajogging. Es wird in hüft- bis brusttiefem Wasser durchgeführt, so dass noch Bodenkontakt besteht. Geübt werden hierbei Geh- und Laufbewegungen auf der Stelle. Aquawalking eignet sich besonders für Neueinsteiger, ältere Menschen und Personen mit Übergewicht. Speziell die Stützmuskulatur an den Beinen lässt sich so gut kräftigen.
  • Aquarobic: Die nasse Variante der Aerobic. Aquarobic ist eine Kombination aus Tanz und Gymnastik zu Musik im Wasser. Es steigert Kraft und Ausdauer und fördert die Koordination. Je nach Fitnessgrad kann hierbei auch mit Hilfsmitteln wie Wasserhandschuhen gearbeitet werden, so dass sich der Wasserwiderstand und damit auch der Trainingsgrad erhöht. Ausgeführt wird Aquarobic im stehtiefen Wasser bei etwa 24 bis 28 °C.

Wie beim normalen Gang ins Schwimmbad sollten auch bei der Aqua Fitness einige grundlegende Regeln beachtet werden. Es empfiehlt sich nicht, die Übungen mit vollem Magen durchzuführen. Unmittelbar nach der Mahlzeit benötigt der Magen einen großen Teil des Blutes, um die Verdauung zu beginnen. In dieser Zeit kann Schwimmen sehr stark belastend sein und es können Kreislaufprobleme auftreten. Daher ist es ratsam, nach einer Mahlzeit etwa eine Stunde mit dem Schwimmen zu warten.

Da der Widerstand bei der Aqua Fitness höher ist als bei normaler Gymnastik, ist auch die Belastung für den Körper größer. Wie bei anderen Sportarten sollte daher auch im Wasser stets mit einer Aufwärmphase begonnen werden, um Zerrungen zu vermeiden. Speziell Anfänger sollten auch auf ihre Kondition achten, da man im warmen Wasser die Anstrengung leicht unterschätzt. Werden während dem Training Pausen eingelegt, empfiehlt es sich, aus dem Wasser zu gehen und sich abzutrocknen. Andernfalls droht der Körper im Wasser auszukühlen, da das Wasser die Körperwärme schnell ableitet. Bei der Aqua Fitness steht letztlich aber nicht nur der Aspekt des Trainings im Vordergrund. Die Übungen wirken entspannend auf Körper und Seele. Es findet gleichzeitig eine physische und eine psychische Erholung statt, so dass man hinterher deutlich ausgeglichener ist. Aqua Fitness ist somit eine Möglichkeit für Jung und Alt, auf schonende und angenehme Art Training und Wellness miteinander zu verbinden.

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